Konnefelder Schützen feiern 50-jähriges Bestehen mit Kreisschützenfest

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Freuen sich auf das Fest: Der 2. Vorsitzende Reiner Hiege und der Vorsitzende Ulrich Heiwig (von links).

Konnefeld. Kein Platz für Tischtennis, zu wenig Leute für Fußball so kamen die Konnefelder vor 50 Jahren zu ihrem Schützenverein. Der Wunsch nach etwas Abwechslung im Dorf und eine ganz pragmatische Entscheidung führten 1963 zur Gründung.

Die treibende Kraft war 1962 Reinhold Nöding. Zu dritt habe man damals im ehemaligen Gasthaus Dieling gesessen und überlegt, was für einen Sportverein man in Konnefeld denn gründen könnte, erinnert sich Gründungsmitglied Oskar Musolff.

Zunächst habe man über Fußball und Tischtennis nachgedacht, die Idee aber aus Platz- und Personalmangel schnell verworfen. "Jeden Sonntag elf Mann und einen Schiedsrichter, das hätten wir nicht hinbekommen", sagt er. Also wollte man es mit dem Schießen versuchen.

So machte man sich auf nach Binsförth. Dort gab es bereits einen Schützenverein. Die Konnefelder informierten sich, probierten aus und beschlossen, einen eigenen Verein zu gründen. 19 Mitglieder waren es zu Beginn. Jeder musste 25 Mark bezahlen, davon wurden Schießstände und zwei Gewehre angeschafft, erinnert sich Musolff. "Am Anfang mussten wir immer die Kugeln abzählen, damit auch jeder dran kam", sagt er.

Bereits im Herbst des Gründungsjahres bestritten die Konnefelder Schützen ihre ersten Wettkämpfe. "Wir sind gleich bis in die Kreisklasse aufgestiegen", sagt Musolff, der selbst 40 Jahre aktiver Schütze war und an mehreren Deutschen Meisterschaften teilgenommen hat. "Aber wir sind auch prompt wieder abgestiegen", sagt er lachend.

Zu den Höhepunkten im Vereinsleben gehörte auch die Einweihung des eigenen Schützenhauses 1978. Das Material finanzierte die Gemeinde Morschen, aber gebaut haben es die Konnefelder in Eigenleistung.

Die 95 Mitglieder, die der Verein heute hat, üben noch heute im Schützenhaus an acht Schießständen. Geschossen wird jeden Freitag bei den Übungsabenden mit Luftdruckgewehren und Luftpistolen, sagt der Vorsitzende Ulrich Heiwig. Wie viele Vereine haben aber auch die Konnefelder Schützen Probleme, Nachwuchs zu finden. Das läge zum Teil an den Imageproblemen der Schützenvereine, aber auch daran, dass Jugendliche erst mit 12 Jahren aktiv schießen dürfen, sagt Heiwig. "In diesem Alter sind viele, dann halt auch schon in anderen Vereinen aktiv", so der Vorsitzende.

Fragt man die Schützen, was diesen Sport ausmacht, sagen Musolff, Heiwig und der 2. Vorsitzende Reiner Hiege wie aus einem Mund: "Die absolute Konzentration." Für eine Stunde in der Woche ganz bei sich sein, sich nur auf die eine Sache konzentrieren das ist für sie der Reiz beim Schießen.

Das 50-jährige Bestehen des Vereins wird vom 23. bis 25. August gefeiert. Zum Kreisschützenfest am Sonntag sind die 30 Vereine des Schützenkreises Melsungen eingeladen. Es werden zwischen 500 und 600 Besucher erwartet.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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