In Borken trafen sich Elternbeiräte aus Hessen mit Kultusministerin Henzler

Konstruktiv, aber zu kurz

Treffen in Borken: Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) und Hartmut Paul, Vorsitzender des Kreiselternbeirats. Foto: Dellit

Schwalm-Eder. Ein Streitthema kam gleich zu Beginn eines Treffens der hessischen Elternbeiräte mit Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) in Borken auf den Tisch. Landrat Frank-Martin Neupärtl (SPD) kritisierte die zwischenzeitliche Weigerung des Landes, sich an den Kosten für die Schulsozialarbeit zu beteiligen.

Die Zusammenarbeit mit Henzlers Vorgänger Jürgen Banzer habe gut geklappt. Neupärtl: „Das würde ich mir auch für die Zukunft wünschen.“ Die Minsterin verwies darauf, dass die Landkreise für die Sozialarbeit verantwortlich seien. Die unter Banzer abgeschlossenen Verträge seien gesetzeswidrig gewesen.

Sie habe in ihrer Amtszeit bewiesen, dass sie Kritik annehme: „Ich bin ein Mensch, der sehr am Dialog interessier ist.“ Diese Dialogbereitschaft wurde von den 50 Besuchern in der Gustav-Heinemann-Schule auf die Probe gestellt. Vertreter der Elternbeiräte des Landes, der Landkreise und der kreisfreien Städte hatten Themen vorbereitet.

Unter anderem ging es ums Geld, denn das Kultusministerium soll 45 Millionen Euro einsparen. Die Eltern halten das für den falschen Weg, wie sie der Ministerin mitteilten. „Die Ressource Bildung verträgt keine Sparmaßnahmen“, sagte Rolf Schelhorn (Frankfurt). Das Bildungsressort müsse im Vergleich zu den anderen Ministerien noch eher wenig einsparen, antwortete Henzler.

Ein weiteres Thema war G 8, die verkürzte Schulzeit bis zum Abitur, an deren Ausgestaltung es viel Kritik gibt. Gesprochen wurde auch über Pläne, Real- und Hauptschule in einer gemeinsamen Mittelstufenschule zu vereinen.

Hartmut Paul vom Elternbeirat Schwalm-Eder sagte, es sei gut gewesen, das Treffen in Borken zu veranstalten. So sei es möglich gewesen, Themen anzusprechen, die typisch für ländliche Regionen seien. So könne ein Schüler nicht einfach eine Integrierte Gesamtschule wählen, wenn es nur eineinhalb (Neukirchen und Borken) Angebote dieser Art gebe.

Das Gespräch sei konstruktiv gewesen, sagte Paul, doch man hätte sich mehr Zeit mit der Ministerin gewünscht. Henzler reiste nach zwei Stunden wieder ab. (ode)

Quelle: HNA

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