Kunsthalle Willingshausen: Kati Werkmeister plant Angebote für Kinder

Thema Trickfilm: Julia Charlotte Richter, Katja Korell und Kati Werkmeister (hinten, von links) erklärten den jungen Kursteilnehmern, wie Kurzclips entstehen. Foto: Rose

Willingshausen. Kunst soll in Willingshausen nicht länger nur den Erwachsenen vorbehalten sein: Mit Kunsthistorikerin Kati Werkmeister hat die Kunsthalle schließlich jetzt eine Leiterin, die bereits in Hamburg museumspädagogische Erfahrungen sammeln konnte.

Ihre Ideen für Kunstprojekte mit Kindern will die junge Frau jetzt auch in der Schwalm umsetzen. In dieser Woche startete der erste Workshop, neun Kinder zwischen neun und zwölf Jahren experimentelleren mit dem Thema Trickfilm – weitere Projekte sind in Planung.

Gemeinsam mit Kunstlehrerin Katja Korell und Stipendiatin Julia Charlotte Richter entstanden Kurzclips, in denen die jungen Künstler ihrer Fantasie freien Lauf lassen konnten: mithilfe von wenigen Requisiten wie Spielfiguren, Wolle, Bällen oder Watte. „Auch in künftigen Projekten geht es weniger um reine Malkurse, sondern vielmehr darum, Kindern einen Zugang zur Kunst zu bieten“, erläutert Werkmeister.

Jeden Monat ein Projekt

Im Jahr 2012 gebe es unter anderem Projekte zu Themen wie Märchenillustrationen, Camera Obscura oder Kunst aus Schrott. „Es wird jeden Monat ein anderes Angebot geben, eine Informationsbroschüre ist in Arbeit“, sagt die 27-Jährige. Ansprechen möchten Kati Werkmeister und Katja Korell speziell auch umliegende Schulen. Dabei sollen sich die Projekte möglichst auch auf laufende Ausstellungen beziehen. Denkbar seien auch spezielle Führungen für Kinder.

Ab Anfang Dezember sind die Werke der Videokünstlerin Julia Charlotte Richter zu sehen. Ihre Erfahrungen gab die Stipendiatin gern an die jungen Kursteilnehmer weiter. „Damit haben die Kinder die Möglichkeit des direkten Kontakts zum Künstler“, sagt die Leiterin. Der Raum im Erdgeschoss – mit der Wandgestaltung der ehemaligen Stipendiatin Daniela Witzel – eigne sich für die Projekte sehr gut, verdeutlichen Korell und Werkmeister. Denkbar seien auch spezielle Führungen für Kinder

Verändern wird sich künftig das Gesicht des Ausstellungsprogrammes. „Wir arbeiten gerade an einer neuen Gestaltung“, sagt die Kunsthistorikerin.

Um die Kunsthalle Willingshausen auch über die Grenzen der Region bekannter zu machen, werde man im März an einer Ausstellung in Kassel in der Eon Galerie teilnehmen. Dort würde ein Querschnitt von Werken vieler Künstlerkolonien zu sehen sein – auch ehemaligen Stipendiaten zeigen dort ihre Arbeiten.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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