Kontrolle von Schulbussen – Landrat: Ergebnis nicht akzeptabel

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Sollen sicher fahren: Unser Archiv-Foto zeigt Schüler beim Einsteigen in einen Schulbus.  

Schwalm-Eder. Eine Kontrolle von neun Schulbussen im Schwalm-Eder-Kreis hat erneut Mängel zutage gefördert. Allerdings seien sie nicht so gravierend gewesen, dass es zu Unfällen im Straßenverkehr hätte kommen können.

Das berichtete Reinhard Giesa, der Pressesprecher der Polizeidirektion Homberg. Die Kontrollen, die am Dienstag in Guxhagen, Gensungen und Niederbeisheim stattfanden, seien Teil einer landesweiten Aktion gewesen, bei der es um den gewerblichen Personennahverkehr ging. Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Schwalm-Eder begutachteten die Busse.

Aus polizeilicher Sicht sei das Ergebnis zwar etwas besser gewesen als bei den zurückliegenden Kontrollen (wir berichteten), das Ergebnis könne aber trotzdem nicht zufriedenstellen, heißt es in einem Bericht, der an Landrat Frank-Martin Neupärtl ging.

In einem Bus seien herausstehende Schrauben an einer Sitzoberkante festgestellt worden, die ein erhebliches Verletzungsrisiko dargestellt hätten. Auch nicht funktionierende oder fehlende Sicherheitsgurte sowie klemmende Türen fanden die Beamten.

Bei dieser Kontrolle musste jedoch kein Fahrzeug aus dem Verkehr gezogen werden wie bei vorausgegangenen Terminen.

„Mit dem Ergebnis werden wir uns dennoch nicht zufrieden geben“, sagte Neupärtl gegenüber der HNA. Vor allem scharfkantige Schrauben, klemmende Türen und fehlende oder nicht funktionierende Gurte seien nicht akzeptabel. Diese gravierenderen Mängel seien in Bussen eines Unternehmens festgestellt worden. Mit der Firmenleitung würden Gespräche geführt.

Vier Busfirmen fahren im Auftrag der Nahverkehr Schwalm-Eder (NSE). Sie haben wiederum mehrere Subunternehmen beauftragt. Es handele sich um Aufträge für 7,5 Millionen Euro, sagte NSE-Geschäftsführer Mike Stämmler.

Nach den beiden vorausgegangenen Kontrollen gebe es jetzt einen Arbeitskreis, der sich mit der Sicherheit der Busse beschäftige. Vertreten sind dort die Busunternehmen, der NSE, die Polizei sowie TÜV, Dekra und ein Vertreter des Kreiselternbeirates.

Als Reaktion auf die Mängel, die 2011 sowie im Frühjahr festgestellt worden waren, habe es Strafen von bis zu mehreren hundert Euro gegeben. Wegen Unzuverlässigkeit sei einer Firma die Subunternehmerschaft gekündigt worden, erklärte Neupärtl. Gefordert würden aber auch Checklisten und genaue Absprachen für die Fahrer.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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