Mix aus Stimme und Licht

Aus dem Chaos in die Ruhe: Konzert in der Melanchthon-Schule Steinatal

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Kombination aus Gesang, szenischer Darstellung und Illumination: Die Zuhörer erlebten am Dienstag im Steinatal ein außergewöhnliches Chorkonzert. 

Steinatal. Zu einem ganz besonderen Konzert hatte am 24. April die Melanchthon-Schule Steinatal eingeladen. Das Motto: "Aus dem Chaos in die Ruhe". 

Bereits der Titel „Chor-Illumination-Szene“ mit dem Untertitel „Aus dem Chaos in die Ruhe“ versprach einen abwechslungsreichen Abend und die vielen Zuhörer wurden nicht enttäuscht. In der komplett abgedunkelten Halle hörte das Publikum zunächst nur Schritte und einzelne Stimmen, die sich schließlich in ein wildes Durcheinanderlaufen und lautes Stimmengewirr verwandelten.

Das Chaos war da. Plötzlich hielten jedoch alle inne und die ganze Szenerie beruhigte sich zu dem Klang von dem aus der „Tribute von Panem“-Reihe bekannten Lied „Hanging Tree“. Dieser Wechsel zwischen Chaos und Ruhe, Aggression und Entspannung, Freude und Trauer zog sich wie ein roter Faden durch das Konzert.

Untermalt von herausragenden Lichteffekten des Oberstufenschülers Moritz Bläse zogen die Sänger der drei Chöre das Publikum in ihren Bann. Bei jedem Stück variierte die Zusammenstellung der Chöre und die Sänger machten sich den gesamten Raum der Halle für ihre Darbietung zunutze. Immer wieder wartete das Publikum gespannt darauf, welche Überraschung die Darsteller noch für sie vorbereitet hatten. So lösten sich beispielsweise bei einigen Liedern Einzelne aus der Masse heraus und liefen zwischen den Reihen umher oder sangen einzelne Passagen alleine, nur um sich dann wieder in der Anonymität des großen Chores zu verlieren.

Beim finalen Lied vor der Pause zog der gesamte Chor wie eine Karawane zur Hallentür hinaus auf den Schulhof und es dauerte einen Moment, bis sich die erwartungsvolle Spannung löste und sich die ersten Zuhörer trauten, ihre Plätze zu verlassen. Nach der Pause tauchte plötzlich eine in weite weiße Gewänder gehüllte Tänzerin zwischen den ganz in Schwarz gekleideten Sängern auf und schien nahezu zwischen ihnen hindurch zu schweben.

Spätestens jetzt war allen Anwesenden klar, dass dieses Konzert unter der Leitung von Lars Riedel kein normales Schulkonzert, sondern anspruchsvolle kulturelle Unterhaltung war. Diese Kombination aus Chorgesang, szenischer Darstellung und professioneller Illumination hat es so in der Schwalm noch nicht gegeben. Als die Darbietung nach gut zwei Stunden zu Ende ging, bedankte sich das Publikum mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen bei den Mitwirkenden. Dieser Abend wird allen Zuhörern noch lange im Gedächtnis bleiben.

Von Lennart Glitzenhirn

Quelle: HNA

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