Management der Sängerin entschuldigte sich

Konzert in Wolfhagen: Nena trat Pressefotografen gegen Brust

+
Nena auf der Wolfhager Bühne: Für die Fans gab es ein begeisterndes Konzert, für den Pressefotografen auf der Bühne einen Tritt gegen die Brust.

Wolfhagen. Im Fernsehen gibt sich Pop-Diva Nena (54) gern als die Nette. Sie kann auch anders. In Wolfhagen zeigte sie sich von einer ganz anderen, hässlichen Seite.

Ansprechen durfte sie niemand, weder Fans, noch Journalisten. Für letztere hatte Madame Kerner dann noch eine ganz besondere Überraschung parat, was Konzertbesucherin Catherine Frimmel bis heute nicht fassen kann. „Am Ende des ersten Liedes hat Nena voller Absicht gegen die Brust des Fotografen der HNA getreten, um ihn am Fotografieren zu hindern“, sagt Frimmel.

Von Seiten des Tourneemanagements wurde der Vorfall mit einer „unglücklichen Fehlinformation“ entschuldigt. Das Fotografieren sei während der ersten zwei Songs ausschließlich vom Technik-Pult im hinteren Hallendrittel erlaubt gewesen, die Aussage des örtlichen Veranstalters, sich als Fotograf auch direkt vor der Bühne positionieren zu dürfen, leider falsch. „Das war sicher keine Absicht von Nena“, widersprach ein Crewmitglied den Beobachtungen Frimmels und wies gegenüber der HNA höflich darauf hin, doch bitte nichts darüber zu schreiben.

Nicht verwunderlich, soll doch der Schein des sympathischen Stars gewahrt bleiben. Auf der Bühne ist Nena das auch. Auch in Wolfhagen verzauberte sie wie gewohnt mit alten Klassikern und neuen Hits. Rund 500 statt wie geplant 750 Fans feierten die 99-Luftballons-Sängerin stürmisch, viele von ihnen allerdings mit Gästekarten, waren die Eintrittspreise mit rund 70 Euro vielen Wolfhagern offensichtlich doch zu happig.

Dennoch prangte ein dickes „Ausverkauft“-Schild am Dienstagabend am Eingang zur eigens für Nena umbenannten Wolfhager Stadthalle. Kultur-Stadthalle heißt die nun, weil die Künstlerin auf ihrer aktuellen Clubtournee nicht in gewöhnlichen Hallen auftreten wollte. Ganz „oldschool“ will sie an alte Zeiten anknüpfen, als sie noch nicht die Arenen der Nation füllte und als nettes Mädchen von nebenan zu Beginn der Achtziger am Anfang ihrer Karriere stand.

Das ist lange her und Nena längst nicht mehr die, die einst Millionen mit ihrem mädchenhaften Charme um den Finger wickelte. Bekannt für ihre Allüren, hat sie sich innerhalb der Branche nicht nur Freunde gemacht. Obwohl in der Öffentlichkeit stets locker und sympathisch, sieht es hinter der schillernden Fassade offensichtlich ganz anders aus.

So soll sie beim Kulturzelt-Festival im vergangenen Jahr gefordert haben, sämtliche Möbel im Garderobenbereich mit weißen Stoffen zu überziehen, endlos lange Anforderungslisten für Catering und Hotel hatten für manch graues Haar bei den Festivalmachern gesorgt.

Und doch holten sie die Diva nun zurück nach Wolfhagen. Verständlich, ist sie auf der Bühne schließlich auch heute noch ein Gewinn für jeden Ort, in dem sie auftritt. Um ihre Bleibe kümmerte sich die Nena-Crew diesmal selbst. Ganz standesgemäß residierte Deutschlands „Pop-Queen“ auf Schloss Waldeck am Edersee, von wo aus sie sich erst kurz vor Konzertbeginn nach Wolfhagen chauffieren ließ, wo sie sich dann zu Beginn des Konzertes erstmal völlig daneben benahm.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare