Parken in Melsungen soll deutlich teurer werden

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Melsungen. Parken in Melsungen wird deutlich teurer. Ab Februar sollen die Gebühren verdoppelt werden. Kostenpflichtig werden auch die bisher freien Parkplätze Parkpalette, Am Eulenturm und Am Kesselberg.

Der Haupt- und Finanzausschuss tagte am Donnerstag und empfiehlt einstimmig der Stadtverordnetenversammlung dem Beschlussvorschlag zur Erhöhung zu folgen.

Die neue Parkgebührenordnung umfasst im Wesentlichen folgende vier Punkte:

• Sämtliche öffentliche Parkplätze der Innenstadt zwischen den Straßen B 83 und Schlossstraße sowie Fulda und Parkplatz Kesselberg werden bewirtschaftet. Ausnahmen nur für ausgewiesene Bewohnerparkplätze.

• Die Parkgebühr steigt von derzeit 30 Cent auf 60 Cent je Stunde. Montags bis freitags werden Tagesparkscheine für eine Gebühr von 4,50 Euro angeboten. Berufstätige, die im bewirtschafteten Gebiet arbeiten, können gegen eine Jahresgebühr von 120 Euro einen Parkschein erwerben.

• An den kostenpflichtigen Zeiten ändert sich nichts: Sie gelten Montag bis Freitag von 10 bis 18 und samstags von 10 bis 13 Uhr. Allerdings wird es im Fußgängerbereich keine Ausnahme für Anwohner für das Nachtparken geben. Anlieger können zwar be- und entladen, müssen nachts aber auf einen Parkplatz ausweichen. Für sie wird es Anliegerausweise geben. Für diese wird eine jährliche Verwaltungsgebühr von elf Euro erhoben.

• Rotenburger Straße und Mühlenstraße werden Kurzparkzonen. Dort darf maximal zwei Stunden geparkt werden.

Die Bewirtschaftung des Parkraums wird komplett neu organisiert und könnte an eine Betreibergesellschaft übergeben werden. „Wir wollen eine wirtschaftlichere Parkraumbewirtschaftung um die Finanzierung weiterer Parkflächen zu realisieren“, nennt Bürgermeister Markus Boucsein als Hauptgrund für die Erhöhung.

Bedarf von 300 Parkplätzen 

Die Stadt habe einen Bedarf von bis zu 300 Parkplätzen ermittelt. Diese sollten von den zusätzlichen Einnahmen gebaut werden beziehungsweise die Planungskosten für das Parkhaus am Sand bezahlt werden.

Derzeit erwirtschaftet die Stadt etwa 50 000 Euro jährlich - künftig und mit zusätzlichen Parkflächen rechnet man mit 150 000 Euro. Ein Plus von 100 000 Euro.

„Das ist eine moderate und für die Einwohner verträgliche Anpassung der Gebühren. „Wir wollen damit nicht unseren Haushalt sanieren“, sagt Boucsein, „wir benötigen zusätzlichen Parkraum.“ Die Erhöhung trage dazu bei, dieses Vorhaben zu realisieren. Das komme letztlich auch den Einzelhändlern zugute. • Die endgültige Entscheidung fällt in der Stadtverordnetensitzung am Donnerstag, 4. Dezember ab 19 Uhr in der Melsunger Stadthalle. Die Sitzung ist öffentlich.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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