Gebühren beschlossen

Wie viel Eltern für die Betreuung von Kindern in Bad Zwesten bezahlen müssen

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Lesen, spielen, entdecken: Das können die Kinder in den Betreuungseinrichtungen der Gemeinde Bad Zwesten. Das Parlament hat jetzt entschieden, wie viel die Eltern künftig dafür zahlen müssen. Unser Bild ist in der Kita Welt-Entdecker entstanden.

Bad Zwesten. Die Gemeindevertretung hat die Gebühren für die Kinderbetreuung beschlossen. Wie sieht der Beschluss im Detail aus? 

Michael Köhler war skeptisch. „Ich habe Sorge, dass wir heute keine Lösung bekommen“, sagte der Bad Zwestener Bürgermeister mit Blick auf den ersten Tagesordnungspunkt der Gemeindevertretersitzung. Am Donnerstag ging es dort um die Gebühren für die Kinderbetreuungseinrichtungen. Am Ende gab es vier Beschlussvorschläge und eine Lösung.

Mit Beginn des nächsten Kindergartenjahres können in Bad Zwesten alle Kinder im Alter vom 3. Lebensjahr bis zum Schulbeginn sechs Stunden kostenlos die Kindertagesstätten besuchen (wir berichteten). 

Bad Zwesten bekommt vom Land pro Kind eine Pauschale von 135,60 Euro im Monat. Der Betrag ist fix, künftige Mehrkosten für Personal und Energie muss die Gemeinde tragen. Die Verwaltung rechnet damit, dass viele Kinder jedoch deutlich länger als die sechs Stunden betreut werden. Das beschert zusätzliche Kosten, die aufgefangen werden müssen.

Die SPD hätte eine Entscheidung gerne verschoben. Es sollte gewartet werden, bis der tatsächliche Bedarf feststeht. „Dann können wir darüber reden, aber nicht im Vorfeld“, sagte Gudrun Glaser. Bettina Riemenschneider-Wickert sprach bei den erwarteten Zahlen von einem „nebulösen Ding“. Bürgermeister Michael Köhler versicherte eine solide Berechnung. Für ihn sei jetzt der richtige Zeitpunkt, eine Entscheidung zu treffen. „Wir bauen jetzt die Krippe, und es gibt jetzt die Anmeldungen. Ich halte es für fair, von vorne herein zu sagen, was die Eltern zu zahlen haben“, betonte der Bürgermeister. Philipp Rudolph (CDU) hielt es für vertretbar, die Eltern an den Mehrkosten zu beteiligen.

Im Parlament wurden vier Anträge diskutiert, wie die Gebühren für die Kinderbetreuung künftig aussehen soll:

Der Gemeindevorstand:Für alle Kinder von Krippe bis Hort werden 30 Euro pro Stunde und Monat fällig. Das wurde abgelehnt.

Der Bürgermeister: Erhöhung der Grundsteuer auf 520 Prozent. Alle Mandatsträger stimmten dagegen.

Die Bürgerliste: Die Betreuung von über Dreijährigen sollte 25 Euro pro Stunde und Monat kosten, die der unter Dreijährigen 30 Euro. Nur die Bürgerliste stimmte dafür.

Die SPD: Dieser Antrag setzte sich durch: Ein Hortplatz kostet 27 Euro pro Stunde im Monat, ein Kindergartenplatz 25 Euro.

Quelle: HNA

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