Kirchenkreise Fritzlar und Homberg haben nun ein gemeinsames Amt in Homberg

Kräfte wurden gebündelt

Symbolische Übergabe: Jan Bulten (rechts außen) überreichte von links Sabine Tümmler (Kommissarische Dekanin des Kirchenkreises Homberg), Klaus Pust (Stellvertretender Leiter des Kirchenkreisamtes), Rainer Thielmann (Leiter des Amtes) sowie Dr. Helmut Umbach (Dekan des Kirchenkreises Fritzlar) einen Schlüssel für das neue Amt. Foto: Sonnabend

Fritzlar-Homberg. Die Vorfreude der 29 Mitarbeiter der Kirchenkreise Fritzlar und Homberg auf die Zusammenarbeit unter einem Dach war deutlich zu spüren.

Ende der vergangenen Woche haben sie ihre Arbeitsplätze im neuen Kirchenkreisamt am Sandweg 1 in Homberg bezogen. Ein räumliches Zusammenrücken passend zur bevorstehenden Fusion der beiden Kirchkreise.

„Die Zeit zwischen Totensonntag und 1. Advent ist ein Übergang von Alt zu Neu“, sagte Dekan Prof. Dr. Helmut Umbach aus Fritzlar in seiner Andacht zur Eröffnung des Amtes. Und zog damit eine Parallele vom Kirchenjahr zur Umbruchstimmung in den Kirchenkreisen.

Erster Schritt zur Fusion

Die Entscheidung für ein gemeinsames Amt war im Frühjahr getroffen worden – ab 2014 werden dann die Kirchenkreise Fritzlar und Homberg, im Moment noch nur durch einen Zweckverband vereint, auch zu einem einzigen Kirchenkreis verschmelzen. Das wurde von den jeweiligen Kirchenkreissynoden beschlossen. Dass die Landessynode diese Entscheidung tragen wird, gilt als sicher. Das sei ein mutiger Beschluss, sagte die Kommissarische Dekanin des Kirchenkreises Homberg, Sabine Tümmler. Sie sei vor allem den Kreissynoden-Vorsitzenden Wilfried Eichler und Harald Kaiser sehr dankbar für ihr Engagement auf diesem Weg.

„Dieses Haus ist ein Glücksgriff“, sagte der Leiter des Kirchenkreisamtes, Rainer Thielmann. 20 Büroräume, zwei Konferenzräume und Archivräume sind vorhanden. Das Gebäude hat die Kirche für zunächst sechs Jahre gemietet.

„Wir haben elf Objekte besichtigt“, erzählte Dekanin Tümmler. Die Wahl ist auf ein Gebäude mit Geschichte gefallen: Das neue Amt am Sandweg 1 ist das ehemalige Finanzamt Hombergs. Es war auch eine Zeit lang ein Übergangsheim für Flüchtlinge. „Jetzt können wir hier unsere Kräfte bündeln“, freute sich Dekanin Tümmler. Besonders froh sei sie, dass durch die Fusion die Arbeitsplätze aller Mitarbeiter gesichert werden könnten und die Arbeit effizienter werde, sagte sie. Das seien Dienstleistungen für Gemeinden, die Diakonie und Stiftungen.

Dekan Umbach wird in Fritzlar bleiben. Ob der neue Kirchenkreis ab 2014 von einem Dekan oder einer Doppelspitze geführt wird, ist noch unklar.

Im Sommer nächsten Jahres soll es einen Tag der offenen Tür geben, bei dem die Arbeit im Kirchenkreisamt vorgestellt wird, kündigte Tümmler an.

Von Nora Sonnabend

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare