Auf dem Weg zum Arzt

Von Krähen attackiert: Es war wie bei Hitchcock

Norbert Diebel.

Trutzhain. „Genau hier haben mich die Rabenkrähen angegriffen“, sagt Norbert Diebel und zeigt auf den Baum über ihn. Es passierte auf dem Weg zu seinem Arzt nach Ziegenhain. Diebel ging die Abbé-Pierre-Dentin-Allee in Trutzhain entlang und bemerkte in einem der Bäume die Krähen.

„Ich habe dann laut in die Hände geklatscht“, berichtet der 53-Jährige. Plötzlich hätten sich sechs der Vögel auf ihn gestürzt.

„Sie haben mich von oben bis unten komplett vollgekotet“, so Diebel. Immer wieder hätten ihn die Rabenkrähen direkt angeflogen und dann auch angegriffen. Dabei verletzten sie ihn sogar am Kopf. „Ich hatte richtig Angst“, sagt Diebel. Wie ein Gewitter seien die Krähen über ihn hereingebrochen. „Es war wie in Hitchcocks Film Die Vögel.“

Flucht ins eigene Haus

Um seinen Kopf zu schützen, zog sich Diebel schnell die Jacke über den Kopf und flüchtete zurück in sein Haus. „Ich hatte Angst, dass sie mir die Augen auspicken“, sagt der 53-Jährige. Die Krähen ließen von ihm ab und flogen wieder in den Baum.

Zwei Wochen später ging der Trutzhainer erneut die Allee entlang. Auch diesmal hatten es die Rabenkrähen wieder auf ihn abgesehen.

„Sie haben mich noch mal beschmutzt“, berichtet Diebel. „Vielleicht hätte ich mich tarnen sollen“, sagt er im Scherz.

Auch wenn die Krähen Diebel verletzt haben, nimmt er den Vorfall mit Humor. „Wenn sie mich gesehen hätten, wie ich von oben bis unten vollgeschissen war, hätten sie auch gelacht.“

Revier verteidigt?

Der 53-Jährige ist der Überzeugung, die Tiere seien auf ihn losgegangen, weil sie ihr Revier verteidigen wollten. Sie hätten sich wohl von ihm bedroht gefühlt, erklärt er sich den Angriff.

Die Vögel hätten ihm zwar eine Heidenangst eingejagt, einen Hass auf die Tiere habe er aber nicht. „Die Krähen und ich haben keine angespanntes Beziehung“, sagt er und muss lachen.

Trotzdem sei er nun vorsichtiger, wenn er unter Bäumen langgehe. „Ich gucke jetzt immer ganz genau, wo die Vögel sitzen, damit mir das nicht noch mal passiert.“

Von Nina Thöne

Quelle: HNA

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