Monika Diederich wurde für ihre ehrenamtliche Hospizarbeit ausgezeichnet

Kraft aus dem Glauben

Die Hospizfrauen der ersten Stunde: von links Brunhilde Köstner, Maria Selzer, Christa Peisker, Preisträgerin Monika Diederich, Dr. Elisabeth Lohmann und Bärbel Balli. Foto: Büchling

Fritzlar. Ihre Kraft schöpft sie aus dem christlichen Glauben und aus der Unterstützung durch ihre Kinder, sagt Monika Diederich. Für ihr herausragendes Engagement in der Hospizarbeit erhielt die Fritzlarerin den Ehrenamtspreis. Der wird vom VdK Hessen-Thüringen vergeben und von der Fraport AG gestiftet. Die Betreiberfirma des Frankfurter Flughafens hat ihn mit 500 Euro dotiert.

Der Preis ist für Menschen gedacht, die sich aus ihrem sozialen Selbstverständnis heraus engagieren und dabei nicht im Rampenlicht stehen. Die 71-jährige Monika Diederich kümmert sich seit 1996 um Schwerstkranke, Sterbende und ihre Angehörige und um Trauernde. 2003 war sie federführend bei der Gründung des Hospizdienstes in Fritzlar. Bis 2008 war sie Vorsitzende des Vereins, bis heute ist sie in die ehrenamtliche Arbeit eingebunden. Zudem setzt sich die ehemalige Arzthelferin und Krankenschwester für Armenbegräbnisse ein.

Der Preis wurde in einer Feierstunde im Fritzlarer Offiziersheim übergeben. Zu den Gästen gehörten Klaus Brandt (VdK Fritzlar), Dr. Günther Schnell (VdK Hessen-Thüringen), Friedgard Trosse (Stadt Fritzlar) und Christian Somogyi (Fraport).

Aus Bad Nauheim war Dr. Elisabeth Lohmann angereist. Monika Diederich hatte Dr. Lohmann einst beim Nachtdienst im Fritzlarer Krankenhaus kennengelernt, schilderte sie in ihrer Ansprache. Sie habe ihr von der Arbeit auf einer Palliativstation berichtet.

„Ihre Schilderungen und ihr Charisma beeindruckten und überzeugten mich so sehr, dass ich handeln wollte“, sagte Diederich über die Begegnung mit Lohmann.

„Willst Du glücklich sein im Leben, trage bei zu Andrer Glück, denn die Freude die wir geben, kehrt ins eigne Herz zurück.“

Monika DIederich in ihrer Dankesrede

Die Preisträgerin lobte ausdrücklich die Prämonstratenser Herrn Marcus, Mitgründer des Hospizdienstes, Herrn Konrad, Herrn Simon Petrus und Herrn Anselm. Sie seien bis zu ihrem Weggang immer da gewesen, wenn Alte, Kranke und Sterbende Seelsorge brauchten.

In bewegenden Worten erzählte Diederich von menschlichen Schicksalen, die sie begleitet hatte, und von der Arbeit mit den Angehörigen im Kontakt mit Ärzten, Anwälten, Seelsorgern und Behörden.

Das Preisgeld will die Fritzlarerin in ein Elektrofahrrad investieren, um für die Betreuungsarbeit weiterhin mobil zu sein. Monika Diederich schloss ihre Rede mit den Worten: „Willst Du glücklich sein im Leben, trage bei zu Andrer Glück, denn die Freude die wir geben, kehrt ins eigne Herz zurück.“

Von Peter Büchling

Quelle: HNA

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