Der Zug der Kraniche hat begonnen

Heinz Stübing

Schwalm-Eder. Jetzt ziehen sie wieder, die Kraniche. Nachdem ganz frühe Trupps schon vor gut zwei Wochen über dem Kreisgebiet zu entdecken waren, überflogen am Wochenende erstmals größere Formationen die Region.

Auf Anfrage unserer Zeitung berichtete Heinz Stübing (Ziegenhain), dass die Rastplätze im Nordosten derzeit stark belegt sind. Die Tiere warten aber überwiegend auf Nordostwind, um mit der Strömung energiesparend fliegen zu können. Erst dann werde der ganz große Zug einsetzen, denn weiterhin verzeichnen die Experten bei Grauen Kranichen wachsende Bestandszahlen.

Sammelplätze sind voll

Darin könne auch die Ursache für die sehr zeitigen ersten Gruppen Ende September begründet sein, sagte Stübing: Die Sammelplätze sind voll. Altvögel ohne Junge und unverpaarte Jungtiere begeben sich dann als erstes auf den Weg.

Rasten werden Kranichgruppen dann wohl auch wieder in der Schwalm, in den Schwalmwiesen und auf den sogenannten „Wasenberger Terrassen“, wo sie sich über Reste der Zuckerrübenernte hermachen. Dort halten sie sich je nach Wetterlage auch gern bis in die Mittagsstunden auf, sagte Stübing, „wenn sie nicht schon früh morgens von Spaziergängern mit Hunden aufgejagt werden“.

Bei guter Sicht fliegen die Kraniche sehr hoch, bei Wolken und Regen tief, „es sind Sichtzieher, vor Wolken haben sie Angst“. Bis in die Weihnachtszeit könne der Zug dauern. (aqu) Archivfoto: Rose

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare