Krause Glucke frisch gedünstet

Im Wolfhager Stadtwald gibt es leckere Pilzsorten

Pilze haben Hochsaison: Der Wolfhager Stadtwald ist einer der Hotspots im Altkreis Wolfhagen. Aber auch auf dem Meißner, im Habichtswald und im Kellerwald finden Pilzsammler reiche Beute.

Wolfhager Land. Roman Krettek liebt die krause Glucke. Der Pilzsachverständige findet sie wie viele Pilzarten im Wolfhager Stadtwald.

Schön in Butter gedünstet und in Scheiben serviert, ist die Glucke für ihn eine willkommene Abwechslung zu Champignon und Co. Der Wolfhager Stadtwald sei als pilzstarker Bereich unter Liebhabern längst kein Geheimtipp mehr, sagt der Pilzsachverständige aus Wolfhagen.

GIFTIG: Der Satansröhrling

Hier gebe es ein gutes Angebot an essbaren Arten. Ein Grund, warum Pilzsammler auch aus den angrenzenden Kreisen hier her kämen. Am Hellen Platz sieht man es an den Kennzeichen der geparkten Autos.

Die feucht-warme Witterung der vergangenen Tage hat die Pilze nochmal ordentlich sprießen lassen. Jetzt hat die Saison ihren Höhepunkt erreicht, je nach Witterung ist Ende Oktober Schluss. Die Ernte falle durchschnittlich aus. „In diesem Jahr gibt es vermehrt Aniszähling und Hexenröhrling“, berichtet Krettek.

Beim Pilzesammeln ist Vorsicht geboten. Apps oder Bestimmungsbücher geben keine hundertprozentige Sicherheit. „Die meisten Speisepilze haben einen Doppelgänger, der oft giftig oder zumindest ungenießbar ist“, warnt Krettek.

Speisepilz: Der Hexenröhrling

Zweimal ist der Wolfhager schon im Krankenhaus gewesen, weil Pilzsammler mit Verdacht auf Pilzvergiftung eingeliefert wurden. Glücklicherweise sei es in beiden Fällen glimpflich ausgegangen, weil der eine gammelige Steinpilze gegessen hatte, die Giftstoffe entwickeln und der andere den Hexenröhrling, auch ein Speisepilz, roh verzehrt hatte. „Manche Pilze dürfen nicht im rohen Zustand gegessen werden.“ Beide hatten mit heftigen Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen, konnten jedoch das Krankenhaus schnell wieder verlassen.

Kretteks Tipp für die Saison sind die Trompetenpfifferlinge. Es gibt im Gegensatz zu den Pfifferlingen aktuell viele zu finden und sie kämen vom Geschmack gut an die echten Pfifferlinge ran.

Quelle: HNA

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