Mit Kreide, Stern und Krone

Im Altkreis Wolfhagen brachten Kinder Segenswünsche von Haus zu Haus

Weiß auf Blau: Auch bei Mareike Volmar schrieben die Naumburger Sternsinger den Segenswunsch mit Kreide ans Haus.

Wolfhager Land „Segen bringen, Segen sein, niemand ist für Gott zu klein.“ Weit über 1000 Mal stimmten am Sonntag 80 Mädchen und Jungen im Kostüm der Heiligen Drei Könige das Sternsingerlied an.

Dazu gab es noch den gesprochenen Segenswunsch „Wir grüßen dieses Haus und wünschen euch allen von Herzen das göttliche Wohlgefallen.“ Zum Abschluss jedes Besuchs schrieben die als die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar verkleideten Sternsingerkinder mit Kreide ihren Segenswunsch an die Haustür: 20 - C + M + B - 14. Die Buchstaben stehen für den lateinischen Segen Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus.

Hilfe für Flüchtlingskinder

In diesem Jahr steht die Sternsingeraktion unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein – Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit.“ Allein in den 27 deutschen Diözesen machten sich Anfang Januar wieder eine halbe Million Kinder als Sternsinger auf den Weg kreuz und quer durch ihre Heimatgemeinden, um nicht nur Gottes Segen in die Häuser zu tragen, sondern auch, um Spenden zu sammeln.

In vergangenen Jahr kamen dabei in Deutschland 43,7 Millionen Euro zusammen. Diesmal stehen besonders weltweit alle Kinder im Fokus, die aus den unterschiedlichsten Gründen auf der Flucht sind und in Lagern einer ungewissen Zukunft entgegensehen.

Gottesdienst im Dom

Ausgesendet wurden die hiesigen Sternsinger am Freitag in einem gemeinsamen Bistumgottesdienst im Fuldaer Dom von Bischof Heinz Josef Algermissen und dann am Sonntag in ihrer jeweiligen Heimatkirche.

Während in der Kernstadt Naumburg die Sternsinger alle Wohnhäuser und auch Kinder- und Altenbetreuungseinrichtungen besuchten, klopften sie in den Stadtteilen – sowie ebenfalls die Mädchen und Jungen in Breuna, Wolfhagen und Zierenberg – nur bei den Familien an, die sich vorangemeldet hatten.

Im Zeichen der Ökumene

Seit einigen Jahren sind im Wolfhager Land die Sternsinger nicht mehr nur bei den Katholiken gefragt, sondern im Zeichen der Ökumene auch zunehmend bei Menschen anderer Konfessionen.

In Naumburg zum Beispiel befanden sich unter den 40 Sternsingern dann auch sieben evangelische Kinder. (zih)

Quelle: HNA

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