Flüchtlingszahl steigt wonmöglich auf 2200

Schwalm-Eder-Kreis nimmt wohl mehr Menschen auf

Schwalm-Eder - Die stark steigenden Flüchtlingszahlen werden sich auch im Schwalm-Eder-Kreis auswirken.

Statt derzeit gut 1300 Asylbewerber (Stand Ende Juli) könnten es im Laufe des Jahres 2200 Menschen sein, die der Schwalm-Eder-Kreis aufzunehmen hat.

Diese Zahlen teilte Kreissprecher Dieter Werkmeister auf Anfrage der HNA mit. Noch im Mai habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 450.000 Asylanträge bis zum Jahresende voraus gesagt, nun rechne die Bundesregierung mit bis zu 800.000 Asylanträgen. Die Flüchtlingsprognose des Landes Hessen steige damit auf 55.000 Menschen (bisher 40.000). Die Zuweisungsquote für den Schwalm-Eder-Kreis beträgt 4 Prozent, sodass das Ergebnis eine Personenanzahl von 2200 wäre.

Laut Werkmeister liegt aber bislang noch kein aktualisiertes Prognoseschreiben des Landes an die Kommunen vor.

„Druck riesengroß“ 

Dass es derzeit keine verlässlichen Zahlen gibt, betonte auch Michael Conrad, Sprecher im Regierungspräsidium Kassel. Sicher sei nur, dass „der Druck auch auf die Landkreise riesengroß ist“. Es werde fieberhaft nach Unterbringungsmöglichkeiten gesucht.

Derzeit gibt es im Landkreis zehn Gemeinschaftsunterkünfte, mehr als die Hälfte der Flüchtlinge lebt in Wohnungen im Kreisgebiet.

Quelle: HNA

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