Kooperationsgespräch am 13. Mai: Kreis-SPD bewegt sich auf die Grünen zu

Schwalm-Eder. Alles schien so klar zu sein: Die SPD werde im Kreistag erneut mit der Freien Wählergemeinschaft (FWG) in einer Koalition zusammenarbeiten, hatte Landrat Frank-Martin Neupärtl kurz nach der Kommunalwahl angekündigt. Er ist auch Kreisvorsitzender der SPD.

Nun möchten die Sozialdemokraten die Karten aber offenbar neu mischen und die Grünen mit in ein Bündnis aufnehmen.

Gespräche über eine Zusammenarbeit von SPD und FWG mit den Grünen werden nach Informationen der HNA am Freitag, 13. Mai, geführt. Heute ist dies auch Thema beim SPD-Unterbezirksparteitag, der in Borken stattfindet. Vor diesem Termin wollte sich Neupärtl nicht äußern.

Aus Kreisen der SPD war zu erfahren, dass eine Koalition mit der FWG bei gleichzeitiger Kooperation mit den Grünen angestrebt wird. Das bestätigte Willi Werner, Spitzenkandidat der FWG. „Wir haben keine Berührungsängste. Ich bin erstaunt, wie sich die Denkmodelle entwickelt haben“, sagte er gegenüber der HNA.

Eine Erklärung dafür dürften die sehr knappen Mehrheitsverhältnisse sein. SPD und FWG verfügen im Kreistag gemeinsam noch über ein Plus von einer Stimme.

Aus Kreisen der SPD war aber zu hören, dass es auch um Inhalte grüner Politik geht, bei denen viele Schnittmengen gesehen werden.

Hermann Häusling vom Kreisvorstand der Grünen gab sich gestern zurückhaltend. Er sehe die Notwendigkeit für ein Dreierbündnis nicht, da es ja eine Mehrheit von SPD und FWG gebe. Die Grünen seien aber für die Zusammenarbeit in inhaltlichen Fragen offen. Auch mit der CDU stehe man in Kontakt. Die Grünen möchten unter anderem in den Ausschüssen stärker umweltpolitische Themen ansiedeln. Außerdem sollte der Kreisausschuss um einen Sitz aufgestockt werden. Die Grünen hätten dann zwei Sitze, und auch die FDP wäre vertreten.

Quelle: HNA

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