Kreisel geplant

Kreisstraße von Homberg zur B254 soll sicherer für Fußgänger werden

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Hier wird die Verkehrsführung geändert: Am Abzweig nach Mardorf zur Kreisstraße soll der Kreisverkehr gebaut werden, der Fußgängern und Radfahrern mehr Sicherheit bietet. An den Haltestellen werden neue, beleuchtete Wartehäuschen errichtet.

Homberg. Die Kreisstraße 26 von Homberg zur B254 ist die meist befahrene Strecke im ganzen Schwalm-Eder-Kreis: 6700 Fahrzeuge nutzen sie jeden Tag. Nun soll sie saniert werden. 

Mit einer Besonderheit: Am Abzweig zu Mardorf soll ein Kreisel entstehen, damit vor allem Fußgänger sicher zu den Bushaltestellen der Linie 450 gelangen können. Die Planungen wurden den Bürgern Mardorfs bei einer Versammlung am Donnerstagabend vorgestellt.

Die Straße müsse grundhaft erneuert werden, erklärte Joachim Oster von der Firma agc aus Kassel, die für die Planung der Sanierung zuständig ist. Sind diese Arbeiten beendet, würde das Tempolimit von 70 Stundenkilometern wegfallen. „Dann hat die Straße großes Potenzial für eine Rennstrecke“, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Das bedeute noch mehr Gefahr für die Fußgänger, die von Mardorf zur Bushaltestelle laufen und dort die Straße queren müssen.

Aus diesem Grund wird nicht nur ein Kreisel gebaut, um die Geschwindigkeiten zu reduzieren. Von der Bushaltestelle bis ins Dorfinnere soll auf Kosten der Stadt Homberg noch dazu ein Geh- und Radweg angelegt werden. Für diesen müssten Anlieger keine Beiträge zahlen, sagte Oster. Alle Flächen für den Weg lägen auf städtischem Grund. Der Gehweg soll, so Oster, am Kreisel entlang geführt werden. Eine Verkehrsinsel biete Fußgängern und Radfahrern Schutz beim Überqueren der Straße. „Die Fußgänger können auf der Insel stehen bleiben, wenn sie die Straße überqueren“, sagte Oster. Sie soll für Autofahrer schon von weitem zu erkennen sein. Einen Zebrastreifen werde es nicht geben. An den Bushaltestellen selbst soll sich ebenfalls einiges tun: neue, beleuchtete Wartehäuschen sind geplant, Fahrradständer sollen aufgestellt werden.

Dem Vorschlag einiger Bürger, den Kreisel beispielsweise auf der Straße Richtung Mardorf zu bauen, damit Fußgänger die Kreisstraße nicht queren müssen, könne jedoch nicht nachgekommen werden. „Hätten wir so geplant, hätten die Verkehrsbetriebe den Halt bei Mardorf einfach entfallen lassen“, sagte Ritz. Es koste den NVV zu viel Zeit, noch einmal in die Straße abzubiegen und von dort wieder zurück auf die Straße zu fahren. Der Kreisel an der Kreisstraße sei unter diesen Bedingungen der beste Kompromiss, der zu erzielen gewesen sei, um die Sicherheit für die Fußgänger zu erhöhen. „Die Buslinie 450 soll Verkehrsknotenpunkte miteinander verbinden“, sagte Ritz. Würde der Bus durch den Ort fahren, würden das auch andere Dörfer fordern. „Dann dauert die Fahrt zum Bahnhof nach Wabern keine 15 Minuten mehr, sondern 25.“ Die Schulbusse jedoch werden laut Ritz auch weiterhin die Haltestellen im Ort anfahren.

Quelle: HNA

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