Thema im Parlament

Wildes Parken und Müll an den Ostheimer Kreiseln

Malsfeld. Nachts verwandeln sich die Straßenränder in Parkränder. Denn an den Straßen rund um die Autobahnabfahrt Malsfeld stehen Nacht für Nacht Lastwagen oder Anhänger anstatt auf dem benachbarten Autohof. Das wilde Parken war Thema in der jüngsten Parlamentssitzung in Malsfeld.

Clarissa Beisecker, Gemeinschaftsliste Hochland-Fuldatal (GL), begründete den Antrag ihrer Fraktion. „Die Lastwagen stehen unbeleuchtet bei Nebel am Fahrbahnrand im Halteverbot und gefährden damit andere Verkehrsteilnehmer zum Teil lebensgefährlich.“ Da sie beruflich nach Kassel pendelt, sieht sie auch nachts immer wieder zugeparkte Fahrbahnränder. Und am Morgen zerfurchte Seitenstreifen, umgefahrene Leitpfosten, verschobene Basaltsteine.

Sie fordert, mit allen Mitgliedern des Zweckverbandes nach einer Lösung zu suchen. „Wir können als Gemeinde nicht alleine auf den Kosten sitzen bleiben.“

Fahrer unter Zeitdruck

Heinz Schneider (SPD) appellierte, die Lastwagenfahrer, nicht zu Sündenböcken zu stilisieren. Aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen und dem ständigen Zeitdruck würden sie entweder den Führerschein oder den Arbeitsplatz riskieren.

Bürgermeister Herbert Vaupel regte an, mit größeren, festbetonierten Steinen von einem Meter Durchmesser am Straßenrand zu arbeiten. Die bisherigen Basaltsteine würden zuweilen von den Lastwagen beim Ein- und Ausparken einfach weggeschoben.

Auch die Müllsituation im Gewerbegebiet beschäftigte die Parlamentarier. Müll wird an den Fahrbahnrändern und auf den Kreiseln entsorgt, „und der Zweckverband hat die Aufgabe, für die Reinigung zu sorgen“, begründete Edgar Janassek den Antrag. Gelegentlich werde gereinigt, aber insbesondere im Frühjahr gebe es deutliche Mängel. „Dabei ist das Gewerbegebiet doch die Visitenkarte für den Zweckverband und die Gemeinde Malsfeld.“

Das Parlament beauftragte den Gemeindevorstand, gemeinsam mit dem Zweckverband Bestandsaufnahmen der Müllsituation und der widerrechtlichen Parkgewohnheiten im Gewerbegebiet zu erstellen. • Ergebnis beider Abstimmungen: jeweils einstimmig

Quelle: HNA

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