Bilder und Plastiken zum christlichen Symbol sind bis April zu sehen

Bad Wildungen: Kreuz steht im Mittelpunkt der Ausstellung

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Aus alten Hölzern zusammengefügt: Das Kreuz von Dagmar Utech entstand bei der Beschäftigung mit dem Thema: "Wo entlaste ich mich, was kann ich lassen und was nicht?

Obervorschütz. Das Kreuz steht im Mittelpunkt einer Ausstellung des Vereins Kunstraum aus Bad Wildungen, die zurzeit in der evangelischen Kirche von Obervorschütz zu sehen ist. Acht Künstler haben sich dem Thema gewidmet und es unterschiedlich umgesetzt.

Die Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Grafik, Holz- und Metall und Mosaik beziehen sich sowohl direkt als auch indirekt auf das christliche Symbol.

Die sieben Wochen Passionszeit vor Ostern seien der Anlass für die Ausstellung gewesen, sagte Horst Blum vom Kirchenvorstand Obervorschütz-Maden bei der Eröffnung am Sonntag. Die Werke fänden daher auch Eingang in die Passionsandachten an den kommenden Donnerstagen vom 7. bis zum 28. März jeweils ab 19 Uhr.

Zur Vernissage waren einige der ausstellenden Künstler gekommen. Die Besucher hatten dabei die Gelegenheit, die Kunstschaffenden zu ihren Werken zu befragen.

"Es war nicht ganz leicht, an das Thema heranzugehen. Man muss entscheiden, ob man etwas wagt oder vorsichtig heranführt", sagt zum Beispiel Friedemann Tonner. Er stellt vier Bilder aus, denen der Altar von Konrad von Soest in Bad Wildungen zur Vorlage diente. Das Motiv der Kreuzigung auf dem Altarbild hat er durch die Teilung des Bildes in drei Ebenen, die zueinander verdreht sind, und eine eigenen Farbgebung individualisiert.

Zudem hat er einen akustischen Effekt eingearbeitet: An zwei roten Fäden hängen Gegenstände, die Klänge entstehen lassen, wenn sie aufeinander treffen: ein alter Nagel, den man immer wieder einschlagen könne, und ein Reagenzglas, mit dem das Blut aufzufangen oder auch auszugießen sei, so der Künstler.

Unter den Werken finden sich auch Plastiken von Dagmar Utech. Sie hat mehrere Darstellungen von Kreuzen in den Kirchenfenstern angebracht, die teils auch Bezug nehmen auf aktuelle Themen.

Das tun auch die Bilder von Monika Schnaubelt. Ihr Bild "Du sollst nicht töten im Namen des Herren" entstand wesentlich im Zuge der Auseinandersetzungen in Ägypten.

Ausstellung bis zum 5. April geöffnet

Die Ausstellung "Kreuze" ist bis zum 5. April samstags von 14 bis 16 Uhr und sonntags nach dem Gottesdienst bis 16 Uhr geöffnet. Außerdem ist eine Besichtigung nach Absprache mit Pfarrer Herbert Fuest möglich, Tel. 05603/2310.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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