Wolfhagerin darf bei ADAC-Rallye im Rennwagen mitfahren

Alte Schätzchen: Bei der Historic Rallye des MSC Emstal sorgten Oldies für Aufsehen in Wolfhagen. In der Sondergruppe waren rund 40 Wagen gemeldet. Foto: Ricken

Wolfhagen/Naumburg/Bad Emstal. Am Anfang ist da dieses Kribbeln im Bauch. „Aber Angst habe ich nicht“, sagt Uta Heinemann, als sie in den Rennwagen von Profi Carsten Alexy steigt. Sie ist eine von zwölf Motorsportinteressierten, die bei der Emstal-Rallye den „Heißen Sitz“ gekauft haben.

Sie dürfen als Privatpersonen bei den Profis einen Teil der Strecke mitfahren. Gut verpackt und mit Sturmhaube, Schutzhelm und Tüte für plötzliche Übelkeit ausgerüstet, geht es los. Ein Shuttleservice bringt die Rennfahrer aus Wolfhagen, Habichtswald, Fritzlar und Kassel an die verschiedenen Startpunkte.

Bevor sie mit den anderen Teilnehmern der 17. Emstal-Rallye auf gesperrten Strecken bei Wolfhagen, Emstal, Naumburg und Niedenstein bis zum Abend die Motoren glühen ließen, hatten bereits die Fahrzeuge der Historic Rallye für Aufsehen gesorgt.

Auf dem Gelände der Wolfhager Firma Ostmann starteten die Oldies, umringt von vielen Zuschauern. Ihr Tempo liegt im Schnitt bei 50 Stundenkilometern, während bei den Teilnehmern der regulären Rallye auf 35 Kilometern Geschwindigkeit zählt. In Bestzeit schafften es Jörg Schuhej und Tanja Timmer, die schon im vergangenen Jahr gewonnen hatten. Für eine Überraschung sorgten Andreas Gutbier und Andreas Winning vom gastgebenden MSC Emstal. Sie schafften es auf Platz zwei und freuten sich darüber riesig.

Mit strahlendem Gesicht stieg auch Uta Heinemann aus dem Rennwagen: „Wenn die Landschaft am Straßenrand vorbeirast und der Motor auf Hochtouren dröhnt setzt der Geschwindigkeitsrausch ein“, erzählt die 43-Jährige begeistert, die jederzeit wieder mitfahren würde.

Der Erlös vom „Heißen Sitz“ soll dem Kindergarten Emstal gespendet werden.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare