Kriminalität gegen Ältere:

In Schwalmstadt gibt es Sicherheitsberater  für Senioren

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Sicherheitsberaterin: Elke Kroll informiert über Vorbeugung gegenüber Kriminalität, aber auch über das richtige Verhalten Straßenverkehr.

Schwalmstadt. Besonders ältere Menschen reagieren auf Meldungen über ansteigende Straftaten sehr sensibel. Senioren fühlen sich häufiger bedroht und haben gleichzeitig ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis.

Ein wesentlicher Baustein zu Stärkung des Sicherheitsgefühls sind Informationen. Zukünftig sollen auch sogenannte Sicherheitsberater für Senioren (SfS) über kriminelle Tricks aufklären und Ängste nehmen.

Mit Elke Kroll und Manfred Böttger gibt es seit einiger Zeit in Schwalmstadt zwei Sicherheitsberater für Senioren.

Die beiden wurden durch das Polizeipräsidium Nordhessen als Multiplikatoren für die Kriminalitätsvorbeugung ausgebildet und konnten bereits wertvolle Informationsarbeit leisten.

Tipps und Hilfestellungen 

Sicherheitsberater dienen dabei als wichtige Brücke zur Polizei und helfen durch ihre Arbeit Straftaten zu verhindern, umschreibt die Stadt Schwalmstadt das innovative Projekt. „Zur Stärkung des Sicherheitsgefühls reichen oft schon kleine Tipps und Hilfestellungen aus“, weiß Sicherheitsberaterin Elke Kroll. Auf einer Veranstaltung des Sozialverbands VdK hatte die Ziegenhainerin erstmals von dem Projekt gehört und war sofort Feuer und Flamme: „Ein Einbruch bei meinen Eltern kurz zuvor war so etwas wie eine Initialzündung.“

Lehrgang absolviert 

Gemeinsam mit zweiundzwanzig Freiwilligen aus dem ganzen Schwalm-Eder-Kreis absolvierten Kroll und Böttger im vergangenen April die dreitägige Ausbildung zum Sicherheitsberater für Senioren durch das Polizeipräsidium Nordhessen. Im Lehrgang wurden die Ehrenamtlichen durch Fachleute der Polizei unter anderem über den sogenannten Enkeltrick aufgeklärt, aber auch Einbruchsschutz, Opferschutz und Cyberkriminalität standen auf dem Stundenplan. „Das war schon ziemlich viel in der kurzen Zeit“, erinnert sich die 60-jährige Ziegenhainerin und lacht.

Die Ehrenamtler fungieren schwerpunktmäßig im Umfeld ihres Wohnortes und werden regelmäßig fortgebildet. Neben Vorträgen auf Seniorennachmittagen informieren die Sicherheitsberater im direkten Gespräch über Kriminalitätsthemen und zeigen einfache Maßnahmen zur Vorbeugung von Straftaten auf.

Überängstlich und arglos 

Ältere Menschen seien einerseits zwar oft überängstlich, aber oft auch sehr arglos in Kleinigkeiten, so die Erfahrung von Elke Kroll: „Statt beispielsweise den Ersatzschlüssel sicher bei der Nachbarin zu hinterlegen, wird im Garten lieber noch ein Haustürschlüssel versteckt.“ 

Kontakt: Senioren, die sich über Präventionsthemen informieren möchten, können sich direkt an die beiden Schwalmstädter Sicherheitsberater für Senioren (SfS) wenden: Elke Kroll, Tel. 06691/5256, Manfred Böttger, Tel. 06691/23288.

Quelle: HNA

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