Mordkommission sucht Kontakt zu Bekannten von Peter Stephan G.

Wolfhagen: Kripo findet blutiges Messer in der Wohnung des Toten

Wolfhagen. In der Wohnung des am Ostermontag tot aufgefundenen Peter Stephan G. an der Berliner Straße 11 in Wolfhagen haben Polizisten ein blutiges Messer gefunden.

„Derzeit gleichen wir die Ergebnisse der Spurensicherung mit den Erkenntnissen aus der Obduktion ab“, so Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch.

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- Mann lag Wochen tot in Wolfhager Wohnung

In der Wohnung gebe es keine Kampfspuren. „Unsere Ermittlungen sind schwierig und gehen derzeit noch in alle Richtungen. Wir stehen am Anfang und können von einem Suizid bis hin zu einem Tötungsdelikt nichts definitiv ausschließen“, sagt der Erste Kriminalhauptkommissar Fred Lenhoff, der die Ermittlungen leitet. Zurzeit laufen kriminaltechnische Tests im Hinblick auf DNA-Spuren.

Artikel aktualisiert um 16.50 Uhr.

Da die Leiche bereits zwei bis vier Wochen in der Wohnung gelegen haben muss, seien keine präzisen Angaben bezüglich des Tathergangs möglich. „Das Verletzungsmuster ist nicht eindeutig“, sagt Jungnitsch über die Messerstiche. Ein Dutzend Beamte sind im Einsatz. Sie haben die Mordkommission „Ofenberg“ gegründet. Nun sei es wichtig, Kontakt mit Menschen aus dem Umfeld von Peter Stephan G. aufzunehmen. Jungnitsch: „Wir sprechen mit Nachbarn, die ihn gekannt und zuletzt gesehen haben.“

Mann lag über Wochen tot in der Wohnung

Hinweise für die Mordkommission „Ofenberg“ nimmt das Poliziepräsidium Nordhessen unter 0561-9100 entgegen.

Bluttaten im Wolfhager Land

In den vergangenen Jahren wurden mehere Bluttaten verübt, bei den Menschen aus dem Altkreis Wolfhagen Täter oder Opfer waren.

• Im März wurde eine 61-jährige Zierenbergerin zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Sie hatte ihren 83-jährigen Großonkel aus Guxhagen im November 2010 mit einem Kerzenständer erschlagen.

• Schwere Verletzungen erlitt im August 2011 ein 39-jähriger Naumburger. Er wurde von einem Baunataler auf dem Lutherplatz in Kassel niedergestochen.

• Mehrfach schoss eine 43-Jährige Burghasungerin im Mai 2003 auf ihren damaligen Mann. Dass der 45-Jährige den Angriff überlebte, war Glück. (akl)

Quelle: HNA

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