Kritik: Gemeinde Knüllwald ließ fünf Birken fällen

Es stehten nur noch die Stümpfe: Die Gemeinde Remsfeld hat am Bauhof fünf der insgesamt acht Birken fällen lassen. Auch die restlichen drei sollen bald der Axt anheim fallen, sagt Bürgermeister Jörg Müller. Foto:  Brandau

Remsfeld. Die Gemeinde Knüllwald hat fünf der acht großen Birken fällen lassen, die jahrzehntelang am Remsfelder Bauhof standen. Damit habe sie „zu einem großen Kahlschlag ausgeholt", beschwert sich ein Leser unserer Zeitung.

Diese Fällaktion sei derart rücksichtslos, dass man eigentlich den Naturschutzbund informieren müsse, denn immerhin habe es sich um völlig gesunde Bäume gehandelt, die da „ohne jeden Grund" gefällt worden seien, so lautet der Vorwurf.

Knüllwalds Bürgermeister Müller weist die Kritik weit zurück. Die Bäume seien in den 70er-Jahren rund um den ehemaligen Kindergarten gewachsen, der zwischenzeitlich längst in den Bauhof verwandelt wurde. Und in dieser Zwischenzeit seien die Bäume so groß geworden und würden so viele Äste und Blätter abwerfen, dass es eine Zumutung für die Mitarbeiter sei, darunter zu arbeiten. Müller trauert den Bäumen nicht nach: „Birken werden nicht umsonst Unkraut des Waldes genannt.“

Deshalb habe die Gemeinde die Chance genutzt, als das Team des Bauhofs einen einen Auffrischungskurs im Umgang mit der Motorsäge absolvieren musste: Fünf deracht Bäume seien dabei gefällt worden, die restlichen drei sollen demnächst verschwinden - dann, wenn erneut eine Schulung an der Kettensäge ansteht. .

Von der jetzigen Fällaktion soll dann die Holzhülle des Gebäudes profitieren, die lange Zeit im Schatten stand und deswegen sehr mitgenommen aussehe. Der Gemeinde aber gehe es nicht nur um die Optik, sondern auch um die Sicherheit: Immerhin sei im vorigen Jahr ein Ast aufs Gebäude gestürzt, ein Vorfall, dessen Wiederholung man ausschließen wolle, sagt Müller.

Die acht Birken unterhalb des Tennisplatzes habe damals der Heimat- und Verkehrsverein gepflanzt, damals sollten sie zusammen mit inzwischen längst gefällten Pappeln für Windschutz für die Siedlung sorgen. Mittlerweile aber seien die Birken schlicht hiebreif gewesen. Die Birken würden nun ersetzt durch dorftypische Bepflanzungen wie Büsche oder auch Linden oder Eichen.

Die massive Kritik am Vorgehen der Gemeinde kann er nicht nachvollziehen: Er sei von vielen Remsfeldern angesprochen worden, die die Aktion guthießen. Ihre Frage an ihn sei eine ganz andere gewesen: So mancher habe wissen wollen, warum denn nicht alle acht Birken zugleich gefällt worden seien.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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