Theiß (CDU) und Bürgermeisterkandidat Hinrichs äußern sich

Kritik an Stromtrasse

Fritzlar/Homberg. Ingmar Theiß sieht sich in seiner Kritik an der Stromtrassen-Planung der Firma Tennet bestätigt. Das schreibt der CDU-Stadtverordnete in einer Pressemitteilung. Die Interessen der Fritzlarer seien bislang nicht ordnungsgemäß berücksichtigt worden, bemängelt er.

Die Ausführungen beim Informationstag des Betreibers in der Stadthalle seien unverbindlich geblieben, die Faktenlage sei dünn. So sei etwa der Prototyp für den Strommast noch gar nicht entwickelt worden.

Auch habe niemand ausgeschlossen, dass Strommasten doch näher als 400 Meter an Wohngebiete gebaut würden, so Theiß weiter. Eine gesetzliche Regelung gebe es in Hessen nicht.

Der Kommunalpolitiker bezweifelt, dass es Tennet gelingen könne, alle Anregungen von Betroffenen in der kurzen Zeit sachgerecht zu prüfen. Theiß hält an seinem Plan fest, eine Bürgerinitiative ins Leben zu rufen. Sie solle überparteilich sein und eine Anlaufstelle für besorgte Menschen werden.

Auch der Homberger Bürgermeisterkandidat Dr. Eibe Hinrichs schaltet sich in die Debatte ein. Für Homberg sei die Frage besonders wichtig, ob gesundheitliche Auswirkungen zu befürchten seien.

Ihn erstaune, dass die Bürgermeister von Fritzlar, Borken und Wabern sich in Sachen Stromtrasse gelassen zeigten, schreibt Hinrichs und fragt: „Hat man sich wieder einmal – zu Lasten Hombergs – einen Vorteil durch politische Vetternwirtschaft ergaunert?“ Die Homberger Stadtverwaltung verhalte sich dagegen verdächtig still.

Wenn es nötig sei, müsse die Stromtrasse eben als Erdkabel verlegt werden. Das Kostenargument, lässt der Kandidat, der Mitglied der AfD ist, nicht gelten: „Das ’Totschlagargument’, dass alles dann zu teuer ist, ist frech, ungezogen, ja menschenverachtend.“ (ode)

Quelle: HNA

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