VdK kritisiert Anhebung der Renten

Fritzlar. Die Rentenerhöhung zum 1. Juli entpuppt sich bei näherem Hinsehen eher als ein Nullsummenspiel. Das behauptet der VdK-Kreisverband Fritzlar-Homberg in einer Pressemitteilung.

Er folgt damit der Analyse des Sozialverbandes Hessen-Thüringen. Dessen Vorsitzender Udo Schlitt stellte fest, dass die jahrelangen Kaufkraftverluste der Rentner durch Nullrunden und Mini-Erhöhungen nicht im Ansatz ausgeglichen würden.

Kaufkraftverlust

Schlitt nennt die Kaufkraftverluste, außerdem die Ausgaben für Praxisgebühr, Zuzahlungen bei Medikamenten und den massiven Anstieg der Strom- und Heizkosten, die die Rentner und besonders die Empfänger von Erwerbsminderungsrenten mehr als andere belastet. Hinzu komme die Entwertung von Sparvermögen durch die Senkung des Euro-Leitzinses auf den historisch niedrigsten Stand von 0,75 Prozent.

Kein Geld übrig

Auch mit der ordentlich aussehenden Rentenerhöhung bleibe vielen Senioren am Monatsende kein Geld übrig. Der VdK fordert deshalb die sofortige Streichung der Rentenkürzungsfaktoren. Eigentlich stünde den Ruheständlern eine Erhöhung von knapp 4,5 Prozent zu. Noch immer seien die meisten Menschen im Alter vor allem auf die gesetzliche Rente angewiesen.

Wenn die Renten immer weiter abgesenkt würden, bedeute dies zwangsläufig Altersarmut als Massenphänomen, warnte der VdK-Landesvorsitzende. „Es müssen neue Konzepte entwickelt werden, um die steigende Altersarmut und die Arbeit im Niedriglohnsektor wirksam zu bekämpfen“, fordert Schlitt. (red)

Quelle: HNA

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