K+S: Salzleitung zur Nordsee könnte durch das Wolfhager Land verlaufen

Wolfhager Land. Das Wolfhager Land wird zunehmend zum Transitbereich für große Infrastrukturprojekte: Eine überregionale Hochspannungsleitungen ( Gleichstromtrasse Suedlink) ist in der Planung, darüber hinaus nun die Salzabwasserleitung von K+S zur Nordsee.

Wenn diese Projekte umgesetzt werden, wird das Wolfhager Land in den kommenden Jahren weiter belastet.

Im Februar hat der Kasseler Kali-Hersteller K+S seine Pläne für eine 450 Kilometer lange Abwasserleitung vom Werk Hattorf bei Philippsthal (Kreis Hersfeld-Rotenburg) zur Jade (Nordsee) beim Regierungspräsidium (RP) Kassel eingereicht. Sie soll die Verklappung der Salzabwässer in die Werra und die Verpressung in alte Bergwerke überflüssig machen.

Insgesamt vier Trassenvarianten schlägt der K+S Konzern in seinen Plänen vor. Varianten B und C verlaufen dabei direkt durch das Wolfhager Land. Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn sind die Pläne bekannt: „Wir haben Unterlagen für ein Raumordnungsverfahren vom Regierungspräsidium erhalten“. Kommende Woche sei ein erstes Gespräch vorgesehen, an dem ein Rathausmitarbeiter teilnehmen wird. Bevor Stefan Denn sich jedoch klar gegen diese Trassenvarianten ausspricht, will er weitere Informationen abwarten.

Der Verlauf der Trasse entspricht den Planungen der Gleichstromtrasse Suedlink. Das ist kein Zufall, denn mit der Bündelung unterschiedlicher Versorgungsleitungen in einem Korridor sollen Eingriffe in andere Bereichen gering gehalten werden.

Die K+S-Abwasserleitung soll pro Jahr bis zu zehn Millionen Kubikmeter Salzwasser von den Kali-Bergwerken ins Meer befördern. Dazu sollen kunststoffummantelte Stahlrohre einen Meter tief in der Erde verlegt werden. Die Baukosten werden auf 600 bis 800 Mio. Euro geschätzt.

Quelle: HNA

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