Landkreis verschenkt 50 Euro für den Neukauf eines Kühlschrankes der Klasse A++

Kühlen mit Köpfchen

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Es soll gespart werden: Der Landkreis vergibt Energiesparprämien und hat Kooperationspartnern aus dem Landkreis.

Homberg. Energiesparen könnte so einfach sein: Duschen statt Baden, Fahrgemeinschaft statt Einzelkämpfer im Auto, oder einen modernen effizienten Kühlschrank kaufen. Was einfach klingt, wird im Alltag oft nicht umgesetzt.

Zumindest in Sachen Kühlschränke soll sich das in den Haushalten des Landkreises jetzt ändern. Denn mit einer Energiesparprämie unterstützt der Schwalm-Eder-Kreis alle die, die sich ein neues Kühl- und/oder Gefriergerät kaufen. 50 Euro gibt der Landkreis dazu.

So einfach geht es:

• Das neue Gerät muss bei einem im Landkreis ansässigen Fachbetrieb oder Fachhändler gekauft werden.

• Das neue Gerät ist ein Energiesparmodell mit dem Effizienlabel A++ oder besser.

• Der alte Kühlschrank muss fachgerecht entsorgt werden und das muss auch einem Förderantrag bestätigt werden. Diesen gibt es bei den Kooperationspartnern sowie im Internet.

• Diesen Förderantrag mit einer Kopie des Kaufbeleges reicht man dann einfach bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises ein.

Möglich wird die Energiesparprämie durch den Erfolg des Landkreises beim Bundeswettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2010“. Damit verbunden war ein Preisgeld von 20.000 Euro. Das Preisgeld soll nun den Menschen im Landkreis zufließen, die mit dem Kauf eines Kühlgerätes etwas für die Umwelt tun. Und es steht sogar noch mehr Geld zu Verfügung, denn die Kooperationspartner geben pro Förderung zwischen zwei und 20 Euro in den Fördertopf.

„Es schlummern viele alte Geräte in den Haushalten rum. Da wird Energie und Geld verschwendet“, sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl. Geht die Rechnung auf, dann könnten so mindestens 600 Haushalte profitieren, schätzt der Energiebeauftragte des Landkreises Dirk Schnurr. Und er stellt zugleich eine Vergleichsrechnung auf: Ein Kühlschrank mit der Energieeffizienzklasse A++ spare im Vergleich zu einem Gerät der Klasse A in 15 Jahren etwa 136 Euro und 550 Kilowattstunden CO2. Das gleiche die Mehrkosten, die man bei der Anschaffung habe, wieder aus. Nicht zu unterschätzen seien zudem die steigenden Energiekosten.

„Wer vor einer Kaufentscheidung steht, der sollte nicht nur auf den Kaufpreis achten“, rät Schnurr. Und auch die Projektpartner zeigten sich überzeugt davon, dass die Energiesparprämie gleich dreifach Gutes tut: Die Umwelt und das Portemonnaie der Käufer werde geschont und auch die Händler im Landkreis haben etwas davon.

www.klimaschutz-schwalm-eder.de

Quelle: HNA

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