Küllbergshütte in Harle

Feuer zerstörte Blockhaus in Wabern: Osterfeuer muss ausfallen

Nur noch eine verkohlte Ruine: Die Küllbergshütte Harle brannte in der Nacht zu Sonntag ab.  Foto: Bodenhorn 

Die Küllbergshütte in Harle im Schwalm-Eder-Kreis ist komplett abgebrannt. 100 Einsatzkräfte der Waberner Wehren hatten knapp vier Stunden lang versucht, das Blockhaus zu retten. 

Die Küllbergshütte war seit Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt, erst am kommenden Samstag wäre sie zentraler Anlaufpunkt beim Osterfeuer gewesen. Das findet nun nicht statt, der Kulturverein hat es Sonntagmorgen in einem Vorstandsbeschluss aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Die Feuerwehren aller Waberner Ortsteile waren gegen 0.30 Uhr alarmiert worden. Schon auf dem Weg nach Harle seien die Flammen weithin sichtbar gewesen, berichtet Gemeindebrandinspektor Roland Grede im Gespräch mit der HNA. Die Hütte hatte immer einen spektakulären Weitblick über die Wabernsche Tiefebene geboten, nun war sie während des Brandes selbst kilometerweit sichtbar.

Die Feuerwehr hatte hart arbeiten müssen, um die lichterloh schlagenden Flammen zu löschen. Sie musste vom Wasserbassin aus eine 600 Meter lange Versorgungsleitung mit Schläuchen und Pumpen legen. Zur Ursache des Feuers konnte Roland Grede am Sonntag nichts sagen. Fest stehe nur, dass es weder Strom noch Wasser in der Hütte gebe, also auch kein technischer Defekt fürs Feuer verantwortlich sein könne. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Für die Harler ist der Verlust ihres Wahrzeichens ein harter Schlag und herber Verlust. Nils Sämmler vom Harler Kulturverein zeigte sich am Sonntagmorgen sehr betroffen. Die 1974 vom Kulturverein errichtete Küllbergshütte sei jahrzehntelang ein geschätzter und gut genutzter Ort für Feiern aller Art gewesen. Viele Harler haben dort ihre Geburtstage gefeiert, gerade wegen des kilometerweiten Ausblicks galt die Hütte als attraktiver Treffpunkt.

 Raub der Flammen: Hütte in Harle. 

Auch das Osterfeuer wurde stets oben am Berg gefeiert. Dass es nun aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste, ist ein weiterer Schlag für die Dorfgemeinschaft. Die Küllbergshütte, berichtet Nils Sämmler, sei vor kurzem erst vom Schreiner mit neuen Bänken ausgestattet worden, auch habe der Verein eine neue Bestuhlung angeschafft. „Das ist nun alles zerstört“, sagte Sämmler. Viele Harler waren gestern früh zur Hütte gekommen, um sich selbst ein Bild von der Zerstörung zumachen. Augenzeugen berichteten, dass es um Mitternacht noch keinerlei Anzeichen für ein Feuer gegeben habe, erzählt Feuerwehrsprecherin Tanja Bodenhorn aus Harle. Eine halbe Stunde später aber stand die Hütte in hellen Flammen.

Der Kulturverein wolle sie gerne wieder aufbauen, sagte Nils Sämmler. Wann das sein wird, wird sich zeigen. Am Montag stehen erste Gespräche mit der Versicherung an. Über die Schadenshöhe gibt es bislang keine Angaben. 

Quelle: HNA

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