Künstler schlägt Haube für den Turm am Homberger Schlossberg vor

So könnte der Burgfried unter die Haube kommen: Künstler Dr. Hans-Joachim Bauer aus Mardorf schlägt vor, den Turm auf dem Burgberg mit einem Dach zu versehen. Das könnte den Bau vor Nässe schützen und ihn zugleich verschönern. Zwei Montagen: Lindekamm/privat

Homberg. Die Burgberggemeinde steht der Anregung aufgeschlossen gegenüber - technische Fragen und Finanzierung müssen geklärt werden.

Die Idee ist nicht neu, aber sie ist wieder topaktuell: Landart-Künstler Dr. Hans-Joachim Bauer aus Homberg schlägt vor, den Homberger Burgfried mit einem großen Dach zu versehen.

Damit, so sagt der Mardorfer, ließen sich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen könnte der Bergfried so vor Wind und Wetter geschützt, zum anderen sein Äußeres deutlich verschönert werden. Der Bergfried ist kein Bestandteil der historischen Anlage, er war erst in den 50er-Jahren gebaut und 1958 eingeweiht worden. Heute gilt der wuchtig-kompakte Turm als eines der Wahrzeichen Hombergs.

Schon in den 80er-Jahren hatte Bauer vorgeschlagen, das Bauwerk mit einem Dach zu versehen, damit das am höchsten gelegene Homberger Bauwerk einen „Zeig in den Himmel“ darstellt, wie er es formuliert. Jetzt legt Bauer die Idee erneut vor. Am Dienstag hat er sie der Homberger Burgberggemeinde vorgestellt. Das Dach soll den dicken Stumpen, der weithin sichtbar auf dem Hohenberg thront, ein anmutigeres und märchenhafteres Aussehen geben. Entwickelt hat das der Homberger Tischlermeister und Fachlehrer an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule: Er hat die Montage entwickelt, die die Idee von Bauer visualisiert. Lindekamm hatte das Bauwerk vermessen, ein Dach als zwölfseitigen Kegel in der Größe von 13 mal zehn Metern berechnet. Ob es wirklich so groß sein muss, welche Farbe es haben soll – alles noch nicht geklärt.

Über eine Finanzierungsmöglichkeit hat Bauer noch nicht nachgedacht, für ihn geht es darum, das Projekt erst einmal ins Rollen zu bringen. „Vielleicht gibt es Fördermöglichkeiten  – oder eine Spendenaktion.“ Auf jeden Fall, ist sich Bauer sicher, handelt es sich bei dem Projekt um eines, das alle Homberger jeden Tag vor Augen hätten.

Die Homberger Burgberggemeinde steht dem Vorschlag von Hans-Joachim Bauer grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. In einer Mitgliederversammlung hatte der Künstler seine Idee am Dienstag präsentiert. Die Burgberggemeinde selbst habe vor mehr als zehn Jahren bereits darüber nachgedacht, den Burgfried zu überdachen, sagt der Vorsitzende Alfred Uloth. Entscheidend sei, dass die Adventsbeleuchtung wie in den vergangenen Jahren am Turm angebracht werden kann. Die Kraftstrom-Bezugsgenossenschaft (KBG) und das THW sorgen alljährlich dafür, dass der Burgfried in der Art einer Kerze erstrahlt. Auch die Finanzierung müsse geklärt werden, meint Uloth. Die Burgberggemeinde könne das aus eigenen Mittel nicht stemmen. Dafür sei man im Moment mit dem Museum zu stark gefordert. Eine Abstimmung über das Projekt habe es in der Mitgliederversammlung nicht gegeben. Hans-Joachim Bauer habe angeboten, sich um einen Kostenvoranschlag und um Fragen der technischen Umsetzung zu kümmern, sagte Uloth.

Quelle: HNA

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