Abschluss des Weihnachtsmarktes: Wiener Saitenspiel-Duo gastierte in der Schlosskirche

Künstler im Zupfen und Streichen

Virtuoses Klangspiel mit Harfe und Violine in der Ziegenhainer Schlosskirche: Nando und Tochter Katrina Szederkenyi. Foto: Rose

Ziegenhain. Zum Abschluss des Weihnachtsmarktes in Ziegenhain organisierte die Konvekta-C.H.-Schmitt-Stiftung in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Ziegenhain ein besonderes Konzert. Zum zweiten Mal war am Sonntag das Wiener Saitenspiel-Duo - Nandor Szederkenyi und seine Tochter Katrina zu Gast. Die Zuhörer ließen sich verzaubern vom harmonischen Zusammenspiel von Violine und Harfe.

Die virtuose Klangreise begann mit einem Werk von Francois-Adrien Boieldieu. Der französische Opernkomponist schrieb auch Kammermusik, ein Klavierkonzert und Romanzen. Im Jahr 1800 schuf er ein Harfenkonzert, wahrscheinlich unter dem Einfluss des Instrumentenbauers Erard, der sein handwerkliches Können nicht nur für das Klavier, sondern auch für die Harfe verwendete. Vater und Tochter interpretierten eine Sonate. Aus der Feder Maurice Ravels stammt der legendäre Bolero. Die Virtuosen hauchten der Komposition neues Leben ein. Markante und reizvolle Farbenspiele folgten im Wechsel zwischen dem satten Klang der Violine und den federleichten Zupfklängen der Harfe. Spannung erhält die Komposition durch ein ein ständiges Crescendo, kurz vor Ende des Stückes wechselt die Tonart unvermittelt nach E-Dur, um nach nur acht Takten wieder nach C-Dur zurückzukehren.

Den Rosenkavalier Walzer - das Werk wurde 1911 in der Semperoper uraufgeführt - drang mit Spielfreude und Kraft durch das Kirchenschiff. In schmeichelnder Tonsprache ging es weiter: Vier Werke aus Tschaikowskys Nussknacker Suite - blumig, zauberhaft und zart interpretiert. „Ragtime Medley“ von Scott Joplin - er gilt als Vollender dieses Stils - verknüpft Elemente der romantischen Klaviertradition mit afroamerikanischen Folklore. Mit Gershwins „An American in Paris“ verabschiedeten sich Nandor und Katrina Szederkenyi vom Schwälmer Publikum - das würdigte die Klangreise mit reichlich gespendeten Applaus. (zsr)

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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