Jungkoch Benjamin Schäfer gewinnt den 34. Innocenti-Pokal

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Stolz auf den Innocenti-Pokal: Jungkoch Benjamin Schäfer in der Küche im Braun-Werk Stadtwaldpark. Alexander Prauss, rechts, und Meik Wiegand vom Arbeitgeber Eurest klopfen dem Auszubildenden gern auf die Schulter.

Melsungen/Herlefeld. Benjamin Schäfer (19) aus Herlefeld, Koch-Auszubildender im dritten Lehrjahr bei der Eurest Deutschland GmbH, hat den ersten Preis beim Wettbewerb um den 34. Innocenti-Pokal gewonnen.

Der Wettbewerb wird jedes Jahr vom Koch-Klub Kassel ausgerichtet. Eurest ist ein über Deutschland hinaus tätiges Catering-Unternehmen, das seit 30 Jahren für die B. Braun Melsungen AG arbeitet. Sitz ist die frühere Bundesbahn-Lungenheilstätte im Stadtwaldpark.

Der Nachwuchskoch aus Spangenberg-Herlefeld blickt mit Stolz auf Medaille und Pokal. Die Konkurrenz war groß. Und bisher hat noch nie ein Auszubildender aus einem Betriebsrestaurant diesen begehrten Preis gewonnen.

18 Auszubildende hatten sich an der Elisabeth-Knipping-Schule Kassel beworben, nach der Qualifikationsrunde nahmen noch acht teil. Sie mussten ein Drei-Gang-Menü komponieren. Schäfer, der am liebsten Schnitzel, Rump-Steak und Bratkartoffeln isst, kreierte Zweierlei vom Hokkaido-Kürbis mit gebratener Riesengarnele an Kräuterschmand, Perlhuhnbrüstchen im Wirsingmantel an Rosmarien-Jus mit Möhren und Wildreistimpal sowie Himbeerparfait mit Joghurtmousse an Orangen-Ingwer-Sauce. Bewertet wurden Aussehen, Geschmack und Kreativität.

„Mit dem ersten Preis hatte ich nicht gerechnet“, sagt Benjamin Schäfer. In seiner Freizeit spielt er gern Fußball und feiert mit Freunden. Warum er Koch wird? „Das liegt hauptsächlich an meinem Onkel“, sagt der Herlefelder. Auch der hat Anfang der 1990er-Jahre bei Eurest gelernt. Stolz sind natürlich auch die Vorgesetzten. „Wir können uns mit diesem Preis Benjamins auch ein bisschen brüsten“, sagt der stellvertretende Betriebsleiter Alexander Prauss. Und Meik Weigand, der zweite Küchenchef im Stadtwaldpark, ergänzt: „Ein toller Erfolg für Benjamin und auch für uns. Der Preis geht normalerweise an Betriebe der höheren Gastronomie und wurde bisher unter den ersten Häusern Kassels aufgeteilt.“

Wie geht es weiter, wenn Schäfer 2012 ausgelernt hat? In Melsungen hat er gute Chancen auf einen Arbeitsplatz. Aber vielleicht möchte der junge Herlefelder auch ein bisschen von der großen weiten Welt kennen lernen: „Mal sehen.“ Wenn es in Melsungen nicht klappen sollte, will er „ein bisschen weiter weg“, vielleicht ins Ausland, oder nach Bayern oder an die See.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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