Kulinarischer Abend: Moldawien für Genießer

Homberg. Zu einem kulinarischen Kennenlernen Moldaviens hatten die Homberger Stadtteilagentur und der Stadtentwicklungsverein sowie der Internationale Bund Kassel und der Starthilfe-Ausbildungsverbund ins Bistro Triangel eingeladen.

Kurzclip: Leckeres aus Moldavien

„Komm, ich zeig Dir mein Land“, hieß es an diesem Abend. Neben einem mehrgängigen Gaumenschmaus gab es Informationen über den kleinen Vielvölkerstaat zwischen Rumänien und der Ukraine.

Einen heißen Job hatten die Starthilfe-Ausbilder Roland Wettlaufer und Birgit Zierenberg sowie Koch-Azubi Philipp Leidheiser: Bereits Stunden vor dem Eintreffen der Gäste kochten sie in der Bistro-Küche Bouillon, putzten Gemüse, bereiteten Fleisch vor und Nudelteig zu.

Im Endspurt flossen schon mal Schweiß und Tränen: Besonders der für die Gerichte unerlässliche Knoblauch zeigte Biss in den Augen des Kochlehrlings. Ähnlich erging es jenen Gästen, die einer Chilischote in der Hühnerbrühe mit Dinkelnudeln (Corba) nicht widerstehen konnten. Deutlich mehr Milde offenbarten ein Salat aus Tomaten, Gurken und Schafskäse sowie die beiden Hauptgerichte: Mamaliga (Maismehl-Brei mit Schweinebauch und Schafskäse) und Mititei (Rinderhack-Röllchen mit pikanten Soßen), dazu ein fruchtiger moldawischer Rotwein.

Moldawien kulinarisch kennenlernen

Über die Weinbau-Tradition, über Kultur und Gesellschaft und politische Situation Moldawiens berichtete Andreas Schwarzkopf vom Internationalen Bund in einem Diavortrag. Neben dem positiven Erscheinungsbild des seit 1991 eigenständigen parlamentarisch-demokratischen Staates war auch Platz für kritische Anmerkungen: Im Gespräch mit Stadtteilmanager Klaus Herz wies die gebürtige Moldawierin Nellea Calaras auf Probleme wie Armut und Abwanderung, Korruption und mafiöse Strukturen im ärmsten Land Europas hin.

Trotz ihrer Ausreise liebt sie das Land: „Da lebt meine Seele“. Interessant, aufschlussreich, köstlich: Dieses Fazit zogen die Gäste am Ende einer informativen und schmackhaften Veranstaltung.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Ehl-von Unwerth

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