Kulturzelt-Macher Wolfgang Frey über Stars und ihr Verhältnis zum Festival

+
„Ihr seid die Größten“: In den Gästebucheinträgen aus den vergangenen 19 Jahren haben nicht nur Wolfgang Niedecken und BAP lobende Worte für Wolfgang Frey und die Kulturzelt-Crew hinterlassen. Foto: Hoffmann

Wolfhagen. Es sind noch 45 Tage, bis sich der Stadtpark wieder in ein urgemütliches Festivalgelände verwandelt. Zum 20. Mal werden die Teichwiesen Austragungsort des Kulturzeltes sein, das längst zu den Perlen der Festivals zählt und von Veranstaltern und Künstlern gern in die Tourneepläne aufgenommen wird.

Wie sonst ist es zu erklären, dass mittlerweile Stars wie Nena, Milow oder Adel Tawil neben Großstädten wie Hamburg, Berlin oder München gern auch einen Abstecher in die nordhessische Provinz machen? Das liegt sicher nicht an der einzigartigen Atmosphäre im Zelt allein, sondern auch am Team, das dafür sorgt, dass sich die Künstler wohlfühlen. Und das tun sie ganz offensichtlich, wie die Einträge in den Gästebüchern belegen, durch die Kulturzeltmacher Wolfgang Frey auf der Zielgeraden zur diesjährigen Jubiläumsausgabe des Kulturzeltes nur zu gern blättert. „Wolfhagen ist sexy“, schreibt Starcomedian Ingo Appelt nach seinem Auftritt 2004, „echt cool“ findet Kollege Oliver Kalkofe das Festival und „nä, wat ess dat schön“ bringen Wolfgang Niedecken und BAP auf den Punkt, was viele denken.

Doch nicht nur das Festival an sich erntet Lorbeeren, auch das Wolfhager Publikum kommt bei den Künstlern gut an. „Was man in den Einträgen immer wieder findet ist die Tatsache, dass die Künstler von unserem Publikum sehr angetan sind“, sagt Wolfgang Frey. „Das ist ja nicht selbstverständlich, muss man doch mal ganz objektiv sagen, dass das nordhessische Publikum nicht unbedingt dafür bekannt ist, sonderlich aus sich heraus zu gehen.“

Für Stammgast Stefan Gwildis sind die Wolfhager einfach nur „wunderbar“, für Anna Loss und Silly „mega“ und Bernd Stelter kann gar nicht genug bekommen von den Nordhessen: „Das erste Mal ist Zufall, das zweite Mal ist eine Wiederholung, aber ab dem dritten Mal ist es Tradition - also Vorsicht, ich komme jetzt öfter!“ Seine Drohung macht der Kabarettist wahr, sehr zur Freude von Organisator Frey: „Bernd Stelter ist ein Phänomen, er hat eine Präsenz, die einfach unglaublich ist und schafft es sogar, die Menschen zweimal mit dem gleichen Programm anzulocken.“

Er habe bereits alle Größen ausverkauft, die das Zelt in den 20 Jahren hergegeben hat. „Wir haben angefangen mit 250, sind ein Jahr später auf 500 Plätze gestiegen, dann hatten wir 600 und 2009 mit BAP den Schritt ins erste Palastzelt mit 1200 Plätzen gewagt.“ Mittlerweile passen 2000 Besucher ins Zelt, die braucht es laut Frey auch, um die ganz großen Namen nach Wolfhagen zu bekommen. Damit sei auch das Ende der Fahnenstange erreicht: „Wir könnten zwar darüber nachdenken, unser Festival woanders stattfinden zu lassen, aber atmosphärisch sind die Teichwiesen nicht zu toppen.“

http://www.kulturzelt.de/

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare