Maulwurf, Eisbär und Frosch erobern in neuer Puppen-Show das Wolfhager Kulturzelt

Wolfhager Kulturzelt: René Marik lässt die Puppen tanzen

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Vielseitig: Puppenspieler René Marik überzeugte das Publikum im Kulturzelt auch als Sänger und Gitarristen.

Wolfhagen. Die Eisbär-Puppe Kalle brachte es auf den Punkt: „Schon fast fünfzig und spielt immer noch mit Puppen!“ Gemeint ist René Marik und seine Puppenschau.

Mit der er fast 700 Zuschauer im Kulturzelt zum Dauerlachen brachte. Glücklicherweise spielt der 48-Jährige noch mit Handpuppen. Denn seine selbst entwickelten Figuren, wie der Eisbär Kalle, Maulwurfn und Frosch Herr Falkenhorst sind eigenwillige, skurrile und liebenswerte Puppen. Bevor jedoch das Puppen-Theater auf der kleinen Bühne im Wolfhager Kulturzelt begann, bewies René Marik, dass er außer einem diplomierten Puppenspieler und Schauspieler auch ein hervorragender Sänger und Gitarrist ist.

Auf der Bühne stand zusätzlich eine Leinwand, auf der die Zuschauer das Puppenspiel in Großformat und kurze, lustige Spielfilmsequenzen mit den Protagonisten verfolgen konnten. Der Star der Puppet-Show ist der blinde Maulwurfn mit einer eingeschränkten Syntax und eigenwilliger Aussprache. Er ist manchmal etwas begriffsstutzig, naiv und verblüfft mit klassischen Literaturkenntnissen. Gleich zu Beginn der Show rezitierte er Monologe aus Hamlet und Faust.

Wenn auch die Zuschauer Mühe hatten, seinen Sprachsalat zu verstehen, lustig fanden sie es allemal. Außerdem ist Maulwurfn hoffnungslos verliebt in eine Barbie-Puppe (die Barbe). Das Publikum schloss den kleinen Maulwurf sofort ins Herz und lachte und litt mit ihm.

Außer dem Maulwurf spielen noch zwei anderen Protagonisten mit: der freche Eisbär Kalle mit Berliner Dialekt und der neunmalkluge, etwas arrogante Frosch Herr Falkenhorst. Seit einiger Zeit gibt es auch einen Antagonisten, den bösartigen Hasskasper. Die vier Figuren treten in verschiedenen Rollen in kurzen Szenen auf, die meistens mit einem Gag oder einer Pointe enden.

Das Publikum kam aus dem Lachen gar nicht mehr heraus, als beispielsweise Eisbär Kalle sagte, dass sein Gletscher kalbt und kurz darauf eine Kuh auftauchte. Sehr lustig waren auch die Szenen mit dem Frosch als Darth Vader oder mit dem Maulwurf als Winnetou und seinem grünen Frosch-Bruder. Die Zuschauer amüsierten sich königlich.

Der Puppenspieler lässt seine Figuren oft in Interaktion mit dem Publikum oder mit sich selber treten. Dadurch erweckt er den Anschein, dass seine Puppen ein eigenständiges Leben führen. Doch hinter all dem steht nur ein Mann, René Marik, der das Puppentheater vor über zehn Jahren revolutionierte.

Aber der kluge Frosch erkennt am Schluss des Programms, dass die Figuren erst durch die Energie des Publikums „zum Leben erweckt“ werden. Das energiegeladene Publikum im Kulturzelt war von der Puppen-Show jedenfalls restlos begeistert und klatschte stürmisch Beifall.

Quelle: HNA

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