Einzelhändler leiden unter Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt

Versperrt: Alexander Jereminov (links) und Maik Löhmer sind sauer, dass ihr Geschäft durch die Bauarbeiten kaum zu erreichen ist. Foto: Sonnabend

Bischhausen. Ärger in Bischhausen: Durch Bauarbeiten ist die Straße nach Gilsa nur halbseitig befahrbar, der Verkehr wird durch Ampeln an Ortseingang und -ausgang geregelt. Weder Land noch Kommune fühlen sich verantwortlich für die Bauarbeiten.

Nicht nur Anwohner und Bauern, auch Einzelhändler im Ort sind genervt. Zwei davon sind Alexander Jereminov und Maik Löhmer: Nahezu abgeschnitten vom Verkehrsfluss ist ihr Geschäft Fahrzeugtechnik Neuental schon seit Beginn der Bauarbeiten Mitte Juli.

Aber richtig wütend wurden sie am Montag, als sie eine Stunde, nachdem sie gerade selbst mit dem Auto zur Arbeit gefahren waren, ein Anruf von Kunden erreichte. Plötzlich war der Weg zu ihrem Geschäft gesperrt: „Das traf uns völlig unvorbereitet. Hätten wir vorher gewusst, dass die Straße gesperrt ist, hätten wir wenigstens die Kunden informieren und Hinweisschilder aufstellen können.“

Vor gut einem Jahr hatten Jereminov und Löhmer Fahrzeugtechnik Neuental eröffnet: „Wir waren auf einem guten Weg, wollten eigentlich bald einen weiteren Mitarbeiter einstellen – davon sehen wir jetzt ab“, sagt Jereminov. Seit Beginn der Bauarbeiten, Erneuerungen der Kanal- und Wasserleitungen und der Fahrbahn, ist nämlich auch die Durchgangsstraße nach Bad Zwesten und Niederurff gesperrt. „Wir haben das massiv gemerkt. Vorher haben wir von Laufkundschaft profitiert, das waren 15 bis 20 Leute am Tag. Jetzt kommen nur noch unsere Stammkunden“, befürchtet Jereminov.

Nach einem Anruf bei der Gemeinde wurde wenigstens ein provisorischer Schotterweg angelegt, darüber ist das Geschäft wieder zu erreichen. Aufgerissene Straßendecken, Sperrungen ohne Informationen. Die Zuständigkeiten schieben die Verantwortlichen hin und her: „Die Bauarbeiten werden gar nicht von uns betreut“, heißt es von Hessen Mobil, dem ehemaligen Amt für Straßen- und Verkehrwesen. Auftraggeber sei die Gemeinde Neuental. Von der Gemeinde heißt es wiederum, es handle sich um eine Sanierung der Ortsdurchfahrt. Und die falle in den Zuständigkeitsbereich von Hessen Mobil. Die Wasserleitung und die Fahrbahndecke würden nur nebenbei von der Gemeinde erneuert.

Am Ende sind sie mit ihrem Geschäft die Leidtragenden, so Maik Löhmer: Die Kunden geben ihnen die Schuld für die Baustelle. Sie können im Moment nur auf ihre Stammkundschaft zählen und hoffen, dass die Bauarbeiten tatsächlich wie geplant Mitte Oktober abgeschlossen sind.

Quelle: HNA

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