Händler mit japanischen Marken erleben Verunsicherung

Kunden haben Angst vor verstrahlten Autos aus Japan

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Wolfhager Land. Die Katastrophe in Japan hat auch Auswirkungen auf deutsche Handelspartner im Wolfhager Land. Zwei Autohäuser in Wolfhagen und Dörnberg verkaufen Fahrzeuge japanischer Marken. Doch: „Unsere Kunden sind angesichts der Vorgänge in Japan sehr verunsichert.“

Das sagt Klaus Fröhlich, Chef des Suzuki-Autohauses in Dörnberg und Vorsitzender des Händlerverbandes. Eine Kundin, die ihr Auto für Dezember dieses Jahres bestellt hatte, stornierte jetzt. „Sie fürchtete sich vor einer radioaktiven Strahlung des Fahrzeugs“, erzählt Fröhlich.

Von anderen Kunden wurde er angesprochen, ob man einen Geigerzähler mitbringen müsse. Das sei natürlich Unsinn. Ein Großteil seiner Fahrzeuge werde in Ungarn produziert. „Die haben Japan nie gesehen.“ Lieferverzögerungen sieht Fröhlich nicht auf sich zukommen. Das Werk in Japan sei 500 Kilometer von Tokio entfernt und die Häfen seien unbeschädigt. Allerdings habe Suzuki bis voraussichtlich Montag die Produktion eingestellt, um Strom zu sparen.

Japans Leid mache ihn sehr betroffen, so Fröhlich. „Derzeit können wir alle Autobestellungen ausführen“, so Marko Schwarz aus Wolfhagen. Die Mitsubishis seien schon im holländischen Zwischenlager. Außerdem kämen 60 Prozent der Fahrzeuge aus europäischer Produktion. Das Werk in Japan liege weit genug vom Katastrophengebiet entfernt, habe jedoch mit Stromausfällen zu kämpfen.

„Wir sind informiert worden, dass sich dadurch die Produktion verzögere. Es könne also sein, dass die Bestellungen, die in den nächsten Wochen aufgenommen werden, sich etwas verzögern, so Schwarz. „Dafür haben wir aber großes Verständnis. Die Menschen haben wirklich im Moment andere Sorgen.“

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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