Kunst ging in Homberg live ins Netz

Surrealistischer Blick auf die Homberger Stadtkirche als Ort der Reformation: Künstlerin Any de Grab (links) und Ausstellungsleiter André Grabczynski. Fotos: Diehl

Homberg. Mit zwei Neuheiten wartete der Homberger Künstlertreff auf, der am Freitag in der Stadthalle mit einer Vernissage begann.

Die Schau wurde gekrönt durch die Sonderausstellung „Homberger Künstler und die Reformation“, und es gab erstmals eine Live-Schaltung in die englische Partnerstadt Bridgwater. Via Facebook war die Eröffnung auch dort zu verfolgen.

Luther habe auch die Kunst beeinflusst, indem er dem Betrachter das letzte Wort gebe, sagte Ausstellungsleiter André Grabcyinski, der den Künstlertreff gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Vorsitzender des Homberger Kulturrings, und Michael Sack von der Kreissparkasse Schwalm-Eder eröffnete.

Dabei sind es längst nicht nur Homberger, die ihre Werke zeigen. Etwa 30 Künstler aus dem gesamten Landkreis, aus Marburg, Kassel, Bad Hersfeld und Gießen gehören dem Künstlertreff an. Viele kommen seit vielen Jahren in die Kreisstadt und zeigen Kunst von professionellem Niveau.

Ursprüngliche Erdmalerei

„Re-Formation“ hat Barbara Beer ihre großformatigen Bilder überschrieben. Die Künstlerin aus Bad Zwesten greift in ihren großformatigen Werken aus Erdmalerei steinzeitliche Vorstellungen der Schöpfung auf, wie etwa in dem dreiteiligen Werk „Die Hüterinnen des Lebens“.

Einen surrealistischen, symbolhaften Blick auf die Homberger Stadtkirche als Ort der Reformation wirft Any de Grab (Homberg), während Dr. Edgar Freitag (Schwalmstadt) den Erfurter Dom und die Wartburg in leuchtenden Farben verewigte.

Mit einem ganzen Zyklus an Gemälden und Radierungen zu Luther und der Reformation ist die Bad Hersfelder Malerin und Bildhauerin Renate Wandel in Homberg vertreten – ein Teil ihrer deutschlandweit gezeigten Ausstellung „Blitzschlag“. Die alte Linde auf dem Homberger Kirchplatz hat Norman E. Rogers (Knüllwald) in seinem vielschichtigen Luther-Bildnis verewigt.

Doch nicht alle Künstler nahmen sich des Themas Reformation an. Beeindruckende Collagen auf Rost, Tusche oder Spachtelmasche zeigte Silke Gunkel (Homberg), der mittlerweile in Gießen lebende Werner Krauß, Gründungsmitglied des Künstlertreffs, großflächige Landschaftsbilder aus Acryl.

Die schmucke Stadthalle erwies sich erneut als perfekter Ort, um Kunst und Kultur zu genießen.

Der Homberger Karl-Heinz Will begleitete die Ausstellungseröffnung stimmungsvoll an der Harfe. Am Samstag und Sonntag sorgten Sven Wild und Elke Anders mit ihrem Programm „Wild und Anders“, Literaturpreisträger Klaus Kayser, die Kleine Bühne Schwalm-Eder, Autor Michael Toscher sowie Werner Klier an der Gitarre und Otto Pirn am Flügel für ein abwechslungsreiches Begleitprogramm.

Ausstellung in Kreissparkasse

Zu sehen sind die Arbeiten noch bis Freitag, 13. Oktober, in den Räumen der Kreissparkasse Homberg.

Quelle: HNA

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