Willingshausen: Lesung und ein märchenhaftes Menü

Kunstjahr 2013 eröffnet: Kunst und Kulinarisches

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Willkommen: Dirk Siemon, Bettina Riehl, Heinrich Vesper, Frank-Martin Neupärtl, Bernhard Balkenhol und Dieter Werkmeister (von links) begrüßten die Stipendiatinnen Nina Kaun (Mitte, von links) und Verena Waldmüller.

Willingshausen. Die Grimms sind in aller Munde: Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Auch bei der Eröffnung des Kunstjahres am Freitagabend in Willingshausen standen Märchen im Mittelpunkt - für Geist und Gaumen.

Dazu gab es spannende Ein- und Ausblicke auf die Willingshäuser Kunst. 90 Gäste trafen sich im Gerhardt-von Reutern-Haus und in der Kunsthalle. Bürgermeister Heinrich Vesper hob die Alleinstellungsmerkmale der einstigen Malerkolonie hervor - Kunst, Brauchtum und die Tracht. „Ich bedauere, dass der Funke der Begeisterung noch nicht in der eignen Region gezündet hat.“ Umso mehr freue er sich, dass das Stipendium über so viele Jahre von der Sparkassenkulturstiftung, -versicherung, dem Kreis und der Gemeinde getragen werde.

Wandelbar: Silvia Pahl schlüpfte in märchenhafte Gestalten.

Mit Nina Kaun und Verena Waldmüller stellte Kurator Bernhard Balkenhol die 36. und 37. Stipendiatinnen vor. Jeweils am März und August werden die jungen Frauen in Willingshausen leben und arbeiten. Bühnenplastikerin und Meisterschülerin Verena Waldmüller baue Maschinen aus Versatzstücken: „Es sind Dinge, die etwas hinter sich haben. Aber auch Hinwege sein können.“ Die Kunsttherapeutin und Grafikerin Nina Kaun schreibe Geschichten und erschaffe Figuren, die mitredeten. Sie werde mit Siebdruck arbeiten.

Figuren zum Leben erweckten auch Silvia Pahl und Klaus Wilmanns vom Theater Drei Hasen oben: Die Schauspieler vertonten Grimms „Lumpengesindel“ wahrhaft lebhaft, grazil und zauberhaft. Die Interpretation eines Textes aus Karen Duves „Grrrimm“ jagte den Zuhörern abwechselnd einen Schauer über den Rücken und ein Schmunzeln übers Gesicht - märchenhaft modern.

Voll des Lobes war Frank-Martin Neupärtl: „Das Stipendium läuft seit 1996 ohne Unterbrechung. Das zeigt die Qualität, keine Frage, aber auch den langen Atem.“ Das prall gefüllte Kunstjahr zeige einmal mehr das einzigartige Gesamtprofil des Ortes. „Ich hoffe, dass auch der Ausbau des Reuternhauses noch nicht ganz beerdigt ist“, erklärte der Landrat.

Nach einem Rundgang durch die aktuelle Grimm-Ausstellung trafen sich die Gäste an gedeckten Tischen: Die Landfrauen und das Team der Gürren Stubb servierten ein märchenhaftes Menü. Bei Rotkäppchenkuchen und Rapunzelsalat stießen die Gäste auf das Kunstjahr 2013 an.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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