Kunst weht in Wolfhagen

Die Jury: Stan Coenders (Foundation „WaddenArt and MeetingInZdonov“), Dr. Vera Lasch (Kulturtopographie Kassel), Kasia Krzykawska (Kunstakademie Kielce), Nik Barlo Jr. (Global Arts Museum), Reta Reinl (Bewegter Wind).

Wolfhager Land. „Bewegter Wind“ ist ein internationaler Kunstwettbewerb, den der Verein zur Förderung der Windkunst und interkulturellen Kommunikation seit 2004 veranstaltet. Die sechste Auflage findet vom 19. August bis 2. September an zwei Standorten in Wolfhagen und auf der Kugelsburg in Volkmarsen statt.

„Wir setzen Kunst mit Landschaft und Landschaft mit Kunst neu in Szene“, erklärt Reta Reinl vom Vereinsvorstand das Konzept des Projekts. Diesmal spiele das faszinierende Element Wind die Hauptrolle. Weil Windenergie in Wolfhagen eine große Bedeutung habe, sei die Stadt für die Veranstaltung ausgewählt worden.

Aus 18 Ländern kommen die Künstler, die schon vor dem Start des Wettbewerbs im Wolfhager Land ankommen und ihre Installationen in der Landschaft aufbauen. Wo genau die Standorte sein werden, steht noch nicht endgültig fest. Sicher ist jedoch, das eine rund 30 Kilometer lange Kunststrecke entstehen wird.

Prächtig: „Maluenda-Razeto-Empty-worlds“ zeigt den Entwurf Empty Worlds des Chilenen José Miguel Maluenda Razeto, der dieses Jahr in Nordhessen ausstellen wird.

In Wolfhagen kooperiert der Verein mit den Stadtwerken. „Wir werden rund um die Veranstaltung ein buntes Programm organisieren“, so Ulrike Heuser von den Stadtwerken. So werden beispielsweise E-Bike-Touren entlang der Kunststrecke angeboten oder ein Windpicknick. Am Sonntag, 2. September, werden die besten Kunstwerke ausgezeichnet.

„AIR condition(s)“ ist das Thema des Kunstwettbewerbs. Luft, Zustand, Atmosphäre, Bedingung, Raumklima, Stimmung, konditionieren – so lauteten die Stichworte, zu denen die Bewerber Kunstentwürfe einreichen sollten.

In diesen Tagen hat die Jury des Vereins 77 Exponate ausgewählt. Bis zum 24. März gingen bei dem Verein Bewegter Wind 132 Bewerbungen aus 18 Ländern ein. Anfragen und Bewerbungsdownloads gab es von über 1000 Künstlern. Die Mitglieder der Jury aus verschiedenen europäischen Ländern sind erfahren in Projekten rund um Kunst und Natur, Landart, interdisziplinäres Arbeiten und interkulturelle Kommunikation: Nik Barlo Jr. vom Global Arts Museum, Stan Coenders von der Stiftung „WaddenArt and MeetingInZdonov“, Kasia Krzykawska von der Kunstakademie Kielce in Polen, Dr. Vera Lasch, Kulturtopographie Kassel, und Reta Reinl aus Lichtenfels.

Die Jury hat sich für 77 Exponate für die drei geplanten Standorte und zwei „Satelliten“ entschieden. Jetzt beginnt die konkrete Organisationsarbeit des Vereins. Die Künstlerin Reta Reinl hatte 2004 die Idee für den internationalen Kunstwettbewerb. 2009 wurde der Verein zur Förderung der Windkunst gegründet.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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