Kunstausstellung im Regionalmuseum unter großem Andrang eröffnet

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Lieblingsbilder: Maler Wolfgang Pfeil steht vor einem der drei farbenfrohen Bilder. Das rechte Bild hat er „Entstehung/Aufbruch“ genannt.

Wolfhagen. Gestikulierend stehen Besucher vor den Bildern. Andere starren gebannt auf die Leinwand, lassen das Gemalte wirken. Am Mittwochabend wurde die Ausstellung „Aus einem ganzen Leben“ in der Zehntscheune des Regionalmuseums Wolfhager Land eröffnet.

100 Exponate zeigen einen Querschnitt aus der 60-jährigen Schaffensphase des Schauenburger Künstlers Wolfgang Pfeil.

Groß war der Andrang und das Interesse, so dass einige Gäste keinen Sitzplatz zur Eröffnung fanden und auf den Stufen Platz nehmen mussten. „Ich bin so überwältigt“, sagt Pfeil inmitten der vielen Besucher und seiner Werke.

Auch wenn der Künstler schon „als Kind viel gemalt hat“, studierte er Musik, um Geiger zu werden. Doch ein Unfall beendete die Laufbahn. Eine schicksalhafte Begegnung mit dem Maler Paul Erhardt erweckte seine Leidenschaften zur Malerei. „Das Tolle an der Malerei ist, dass nicht alles hundertprozentig bestimmbar ist, sondern das Bild sich aus dem Malprozess entwickelt.“

Die Inspiration für seine Motive holt sich der Künstler aus der Natur. Seine Leidenschaft gilt Landschaftsbildern. Doch stilistisch lassen sich seine Werke nicht in ein Genre pressen. Mehrere Stilrichtungen hat Adolf Rüdebusch, Kunsterzieher und langjähriger Freund, in den Werken erkannt - neben dem Naturalismus, findet er expressionistische und surrealistische Richtungen. „In seinen Werken ist viel Inspiration, Beweglichkeit und die Lust am Machen zu spüren.“ Neben großen farbenfrohen Bildern - die stark unter dem Einfluss von Emil Nolde stehen, beeindrucken die naturalistischen Gemälde, die an eine Fotografie erinnern. Die Freude am Experimentieren des Künstlers spiegelt sich in seinen Keramiken wider. Mit den Ton-Objekten beschäftigt sich Wolfgang Pfeil erst seit ein paar Jahren.

Neben Aquarellen und Collagen werden in der Ausstellung Drucke und Arbeiten in Acryl gezeigt. Viele Werke sind verkäuflich. Die Ausstellung läuft bis zum 2. Juni.

Von Johanna Uminski

Quelle: HNA

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