Das Programm der Landrosinen, des Kulturnetzwerks Schwalm-Knüll, liegt vor

Kunstmacher unterwegs

Gruppenbild mit Huhn: Halvor Machmor aus Dillich, Dr. Stefan Pollmächer aus Niederurff und Delf Schnappauf aus Wernswig (von links) mit dem druckfrischen Programm des Kulturnetzwerks Landrosinen. Das bietet bis in den Herbst hinein 40 Veranstaltungen, die zwischen Bad Zwesten und Ottrau stattfinden. Foto:  Brandau

Schwalm-Eder. Wenn man alle Veranstaltungen zusammenzählt, die die Landrosinen in den vergangenen neun Jahren zwischen Bad Zwesten und Ottrau auf die Beine gestellt haben, kommt man auf fast 500.

Und auch im zehnten Jahr ihres Bestehens hat das das Kulturnetzwerk Schwalm-Knüll wieder ein umfangreiches Programm aufgelegt. Es sorgt bis in den Herbst hinein für Kunst, Musik, Theater, Ausstellungen, Feste, Märkte, Kurse und Workshops.

Dauerbrenner und Neues

„Es ist eine Mischung aus Dauerbrennern und Bewährtem sowie neuen Angeboten“, sagt Dr. Stefan Pollmächer aus Niederurff, der Sprecher der Initiative ist. Wieder mit dabei: Die Bildhauerkurse, die Berndt Johannsen an gleich drei Terminen im Niederuffer Artgarten gibt. Auch wenn man allmählich das Gefühl hat, dass nun bald wirklich jeder, der jemals bildhauern wollte, es nun auch getan hat: Die Kurse sind echte Selbstläufer. Genau wie der Holzbogenbaukurs, der im Juni stattfindet. „Diese Angebot sind in Qualität und Preis so attraktiv, dass sie auch überregional genutzt werden“, sagt Stefan Pollmächer. Er bestätigt die große Nachfrage, sogar von Südhessen. „Das Bedürfnis, etwas mit Händen und Geist zu fertigen, ist bei vielen Menschen wieder groß“, sagt Halvor Machmor, holzbildender Künstler aus dem Borkener Stadtteil Dillich.

Die Landrosinen haben vor allem ein Ziel: Sie wollen den Landstrich mit Kunst aufwerten. Und damit auch aktiv gegen den demografischen Wandel angehen. Denn die Ausrede, dass das Land in Sachen Kunst nicht viel zu bieten hat, widerlegen sie ganz eindeutig.

So bieten sie auch in diesem Frühling, Sommer und Herbst wieder 40 Veranstaltungen an. Stefan Pollmächer, Halvor Machmor und Delf Schnappauf zeigten sich bei der Präsentation des Heftes stolz. Denn der Kultursommer Nordhessen weist in diesem Jahr eine ähnlich hohe Zahl an Programmpunkten auf.

Das alles leisten die Landrosinen, die sich als nicht-profit orientiertes Veranstaltungsnetz verstehen, mit einem überschaubaren Budget. Ohne Spenden, sagt Pollmächer, sei die Arbeit der Landrosinen nicht möglich.

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Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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