Städte wollen Partnerschaft stärken

So sehen sie ihre Heimat: Künstler aus  Homberg und Bridgwater stellen aus 

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Kunst im öffentlichen Raum: André Grabczynski und Nico Ritz mit einem Gemälde für den Marktplatz. 

Homberg. Kunst und den öffentlichen Raum erlebbar machen, den kulturellen Austausch stärken und gleichzeitig die Innenstadt beleben – all das soll mit dem Kunstprojekt „Changing Places“ (Ortswechsel) möglich werden.

Ende des Sommers sollen die Werke von 20 Künstlern aus Homberg und dem englischen Bridgwater auf dem Homberger Marktplatz und in Bridgwater ausgestellt werden. Und zwar gedruckt auf zwei Meter große Banner.

„Kunst findet immer in geschlossenen Räumen statt. Wir wollen das für alle erlebbar machen“, sagt Organisator André Grabczynski vom Kulturring. Dass damit gleichzeitig die Altstadt belebt werde, sei ein positiver Nebeneffekt, so der Künstler. Das bestätigt auch Bürgermeister Dr. Nico Ritz. „Die Idee passt gut in unser Gesamtkonzept für die Altstadt.“ Es sei schwierig, diese nur mit Einzelhandel wiederzubeleben. Deshalb sei es wichtig, alternative Konzepte zu finden.

Darüber hinaus werde mit dem Projekt auch die Städtepartnerschaft zu Bridgwater, einer Stadt im Südwesten Englands, gestärkt. Eine solche Partnerschaft müsse immer wieder neu gestaltet werden, um sie lebendig zu halten, so Ritz. „Das Projekt hat den Vorteil, dass wir wieder näher zusammenrücken und kulturell zusammenarbeiten“, erzählt Grabczynski.

Ob mit Aquarell- und Ölfarben oder als Bleistiftzeichnung – Homberg und Bridgwater sind die Oberthemen der Gemälde. Die zehn deutschen und zehn britischen Künstler sollen darstellen, wie sie ihre Heimatstadt sehen, was sie mit ihr verbinden. Die künstlerische Begegnung mit ihrer Heimat stehe bei dem Projekt im Vordergrund. „Es geht nicht darum, einfach nur Fassaden abzumalen“, sagt Grabczynski.

Übergreifende Zusammenarbeit

Die Idee einer länderübergreifenden Zusammenarbeit stamme vom Bridgwater Arts Center. Gemeinsam habe man schließlich dieses Konzept entwickelt, erzählt der Organisator.

Auf zwei Mal ein Meter großen Bannern sollen die Gemälde der 20 Künstler dann hinter leer stehenden Schaufenstern etwa zwei Wochen in beiden Städten zu sehen sein. Die zweisprachige Vernissage auf dem Herbstmarkt soll live nach Bridgwater übertragen werden. Die Originalwerke könnten aber bereits vorher beim Künstlertreff zu sehen sein, sagt Grabczynski.

An dem Projekt verdienen die Künstler aber nichts. „Der kommerzielle Nutzen steht hier nicht im Vordergrund“, erzählt Grabczynski.

Quelle: HNA

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