UFW und CDU setzen sich durch

Kunstrasenplatz in Zierenberg wird nicht in Haushalt 2018 aufgenommen

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Rund um die Uhr bespielbar: Ein Kunstrasenplatz, wie ihn der TSV in Zierenberg haben möchte, soll nicht nur den Fußballern nützen, sondern auch Perspektiven für andere Sportarten bieten. 

Zierenberg. Heftige Diskussionen gab es in der Zierenberger Stadtverordnetensitzung am Montag erneut um den Bau des Kunstrasenplatzes.

Die vom örtlichen Sportverein erhoffte Konkretisierung des Vorhabens an diesem Abend scheiterte an den Stimmen von CDU und UFW. Eine Mehrheit fand lediglich eine Absichtserklärung, den Platz zu bauen, die auf einem Antrag der UFW basierte.

Der Magistrat hatte in der Sitzung einen Beschluss vorgelegt, nachdem sich die Stadt mit einem maximalen Kostenanteil von 500 000 Euro an dem Projekt beteiligen will. Dieser Betrag sollte im Haushalt 2018 eingestellt werden. Die Gesamtkosten des Projektes werden auf 800 000 Euro geschätzt. Der Rest soll durch Fördermittel, Eigenleistungen und Finanzmittel des Vereins zusammenkommen. Damit wäre die Realisierung des Platzes auf dem Gelände des derzeitigen Hartplatzes in greifbare Nähe gerückt.

Absichtserklärung

Darüber wurde jedoch nicht mehr abgestimmt, weil der Änderungsantrag der UFW zuvor eine knappe Mehrheit fand. Der Bau eines Kunstrasenplatzes solle grundsätzlich unterstützt werden. Mit der Absichtserklärung gebe man dem TSV die Möglichkeit, Fördermittel zu beantragen, begründete UFW-Vorsitzende Dr. Bärbel Mlasowsky den Antrag ihrer Fraktion. Jetzt bereits eine Summe in dieser Höhe im Haushalt einzustellen, sei angesichts vieler Unwägbarkeiten und der desolaten Finanzlage zu riskant. Zunächst solle der TSV die Gesamtfinanzierungsplanung für Platz, Gebäude und Eigenleistungen definieren. „Erst dann kann über die städtische Beteiligung entschieden werden“, so Mlasowsky.

Dieser Meinung schloss sich die CDU an, die den Antrag unterstützte. Eine jetzige Entscheidung führe zur Neuverschuldung der Stadt und gehe damit zu Lasten der Bevölkerung, sagte Michaela Brede-Pötter von der CDU. Die Stadt könne angesichts vieler Aufgaben wie Straßenbau, Schaffung von Bauland oder dem Gewerbegebiet keine politschen Geschenk machen. „Wir müssen eine Prioritätenliste anstreben.“ Auch andere Vereine, die Jugendarbeit machten, müssten berücksichtigt werden. „Es ist nicht nötig, Mittel für die Anmeldung von Fördergeldern in den Haushalt einzustellen“, meinte Brede-Pötter.

Lutz Kuschel von der FDP hatte sich zuvor für die Magistratsvorlage ausgesprochen. Der Bau des Platzes sei wichtig für die Infrastruktur und eine Entscheidung für die Zukunft. Auch die SPD-Fraktion war für die Einstellung der Summe im Haushalt. Die geschätzten 500 000 Euro seien hoch gegriffen und vermutlich werde es für die Stadt günstiger, meinte Andreas Mander. Es müsse etwas geschehen, die Warmetalkampfbahn sei völlig überlastet.

Knappe Mehrheit für Antrag

Der UFW-Antrag erhielt eine knappe Mehrheit von 14 gegen 13-Neinstimmen. Es gab zwei Enthaltungen.

Quelle: HNA

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