Nach einer Überschwemmung entdeckten die Flockermanns ein Wandgemälde wieder

Kunstschatz im Weinkeller

Schatz im Keller: Dr. Herbert Flockermann deutet auf das Gemälde im ehemaligen Weinkeller.

Treysa. Viele Jahre lang dämmerte es in einem Dornröschenschlaf im Keller der Flockermanns in Treysa, verborgen nicht von einer Hecke, sondern von Regalen und Schränken: Ein buntes, vielgestaltiges Wandgemälde der bedeutenden Schwälmer Maler Vincent Burek und Henner Knauf.

Dann wurde das Haus des Ehepaars im Treysaer Ulrichsweg in der Sturmnacht am 11. Juni von einer Schlammlawine und einer anschließenden Überschwemmung heimgesucht. Im Keller des Anfang der 1950er Jahre gebauten Hauses stand das Wasser bis zu 1,50 Meter hoch.

Noch immer dauert die Trocknung des Kellergeschosses an, alle Kisten, Möbel, Vorräte mussten weichen. Dafür kommt das lang vergessene Gemälde wieder zur Geltung, und die Flockermanns fragten sich, ob und was sie tun sollten, um es zu erhalten.

In dem Kellerraum kündet ein gemauertes Flaschenregal noch von der ursprünglichen Verwendung des Raums als Weinkeller. Der Vater von Dr. Karin Flockermann, der das Haus baute, feierte dort unten wohl auch bei Gelegenheit mit seinem Freund, dem bekannten Maler Henner Knauf. Auch der Künstlerkollege Vincent Burek muss wohl hin und wieder dabei gewesen sein, erinnert sich Karin Flockermann dunkel. Ob das Werk eine Auftragsarbeit ihres Vater, Dr. Kurt Fladung, war, oder ob es bei einer Zusammenkunft spontan entstand, weiß sie nicht. Jedenfalls zeigt es eine Reihe von Motiven, etwa eine barbusige Nixe, Fische, einen Kürbis, eine Maske, eine Gitarre und anderes mehr. Die Handschrift Vincent Bureks zeigt sich sehr deutlich. Ein großartiges Bild mit sicher origineller Geschichte. Schade, dass es weiterhin ein Kellerdasein führen muss. ARTIKEL UNTEN

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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