Ars Natura in Spangenberg: Ausstellungszentrum soll gebaut werden

+
Entwurf: So könnte die Kunststation am Ars Natura in Spangenberg l aussehen. Die Idee stammt von Architekt Igor Vrána.

Spangenberg. Am Rande der Kunsterwanderpfade des Ars Natura soll in Spangenberg eine Kunststation entstehen. „Die Kunststation ist das Architektur gewordene Herz der Ars Natura Stiftung“, sagt Architekt Igor Vrána.

Der Entwurf für das Gebäude war Teil seiner Diplomarbeit an der Universität Kassel und wurde 2010 als eine der besten Arbeiten ausgezeichnet.

Die Kunstpfade des Ars Natura verlaufen mit 300 Kunstwerken auf einer Strecke von 240 Kilometern entlang der Wanderwege Wildbahn X3 und Barbarossaweg X8. In Spangenberg kreuzen sich beide Wege und gehen in Elbersdorf ineinander über, bevor sie sich ein paar hundert Meter südlich trennen.

Inspiration aus Irland: Diese Arbeit von Cornelia Brader basiert auf Erlebnissen der Künstlerin in Dublin und steht in Spangenberg Metzebach. Foto:  Archiv

In unmittelbarer Nähe der Weggabelung befindet sich der Baugrund für die geplante Kunststation. Mit ihr soll ein Ort entstehen, an dem die Entwürfe der Kunstwerke – die am Rande der 20 Teilstrecken des Ars Natura stehen – eingesehen werden können. Außerdem sollen Ausstellungs- und Seminarräume sowie Räume für die Verwaltung des Ars Natura, ein Cafe und Gästezimmer für Wanderer und Künstler darin einen Platz finden.

Schon in der Verfassung der 2005 gegründeten Stiftung ist die Schaffung einer Kunststation verankert. „Das Ausstellungszentrum macht die Philosophie von Ars Natura über die Architektur erlebbar“, sagt Sandrino Sandinista Sander, der das Projekt ins Leben gerufen hat. Der Kasseler Architekt Vrána hat sich bei seinem Entwurf von der Landschaft entlang des Ars Natura inspirieren lassen. Vor allem Lichteinflüsse, Farben und Texturen aus der Natur finden sich in der geplanten Bauweise der Kunststation wieder.

„Die Landschaft muss in das Gebäude hinein geholt werden“, sagt Vrána der mit seinem Entwurf dem Konzept des Ars Natura gerecht werden will. Durch eine Holzverkleidung des Gebäudes sollen im Innern der Kunststation - je nach Sonneneinstrahlung - baumartige Schattenspiele entstehen. Einen weiteren Punkt der Vrána wichtig ist, ist die Entschleunigung. Die Besucher können die Räume und die Außenanlage – auf der auch Skulpturen ihren Platz finden sollen – auf verschiedenen Wegen erkunden.

„Die Kunststation ist als Teilstrecke der Wanderpfade angelegt“, erklärt Vrána. Daher sollen Teile des Gebäudes rund um die Uhr zugänglich sein.

Wann die Bauarbeiten für die Kunststation beginnen sollen, ist - wie die Finanzierung - noch nicht bekannt. Wahrscheinlich wird das Ausstellungszentrum nach Angaben von Sander stufenweise errichtet. „Der Gedanke des allmählichen Wachstums des Gebäudes entspricht auch der Entstehung des Ars Natura.“ www.ars-natura-kunststation.de

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare