Ars Natura: Europas längster Kunst-Pfad muss besser vermarktet werden

Schwalm-Eder. „Mit dem Ars Natura, der Kunst am Wanderweg, verfügt Nordhessen über ein Pfund, mit dem es mehr als bisher wuchern könnte." Davon ist Dr. Karin Adam überzeugt, eine der beiden Leiterinnen der Ars-natura-Stiftung in Spangenberg.

Denn das Konzept, Kunstwerke entlang von Fernwanderwegen aufzustellen und zusammen mit der Natur erlebbar zu machen, sei einzigartig. „Läge der Ars natura im Elsass oder Norditalien, wäre er weltberühmt“, sagt Adam über Europas vermutlich längsten Kunstwanderpfad.

Seit 13 Jahren arbeiten Karin Adam und Sandrino Sandinista Sander an dem Projekt, das auf dem Heiligenberg bei Gensungen begann. Sechs Kunstwerke wurden dort im Jahr 2001 installiert.

Heute verfügt der Kunstwanderweg über eine Streckenlänge von 300 Kilometern mit 14 Teilstrecken, 350 Kunstwerke wurden entlang der Fernwanderwege X8 (Barbarossaweg, Ost-West-Richtung) und X3 (Wildbahn, Nord-Süd-Richtung) aufgestellt. Beide Wanderwege kreuzen sich in der Nähe vom Stiftungssitz Spangenberg.

Landkreis- und Ländergrenzen spielen bei dem Ausbau der Kunst am Wanderweg keine Rolle: Die letzte Teilstrecke auf dem X8 etwa entstand zwischen Treffurt und Heyerode im Südeichsfeld, zurzeit in Arbeit ist eine neue Ars-natura-Runde rund um Bad Hersfeld auf dem X3.

Inzwischen interessierten sich viele Künstler dafür, ihre Werke am Ars Natura aufstellen zu können, sagt Adam. Das Prinzip, dass die Kunst tatsächlich erwandert werden müsse, habe man bisher einhalten können: Die Skulpturen haben Distanz, stehen in der Regel einen Kilometer voneinander entfernt.

Eigentümer der Kunstwerke sind übrigens die Kommunen, durch deren Gemarkung die Teilstrecken führen. Viele werben inzwischen auch mit der Kunst am Weg.

Quelle: HNA

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