Kurhessenbahn: Zug fährt weiter von Kassel nach Wildungen

Wabern/Fritzlar. Die Bahnverbindung von Kassel über Wabern und Fritzlar nach Bad Wildungen bleibt: Die Kurhessenbahn hat die EU-weite Ausschreibung für das Nordwesthessennetz gewonnen und bedient die Strecke weiter.

Das ist im Vertrag mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) geregelt. Die Laufzeit beträgt 15 Jahre.

Noch vor zwei Jahren stand die Bahnstrecke vor dem Aus. Erst zum Fahrplanwechsel im Dezember vergangenen Jahres wurde die Taktung verbessert. Es gibt täglich acht Direktverbindungen zwischen Bad Wildungen/Fritzlar und Kassel. Der etwa zehnminütige Aufenthalt und das Umsteigen in Wabern sind entfallen. „Für die Fahrgäste ist das wichtig“, sagt Waberns Bürgermeister Claus Steinmetz. Wie viele Fahrgäste täglich die Verbindung R 39/R 38 inklusive der Zusatzfahrten Treysa-Kassel nutzen, konnte der NVV auf HNA-Anfrage nicht sagen. Entsprechende Ergebnisse seien erst zum Jahresende zu erwarten. Aller Erfahrung nach benötige ein neues Angebot etwa zwei Jahre, bis es allgemein bekannt und von den Fahrgästen angenommen werde, hieß es von Seiten des Verkehrsverbandes.

Einer, der seit Jahren kräftig für die Zugverbindung zwischen Bad Wildungen und Kassel wirbt, ist Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Die Vergabe sei wichtig gewesen, erklärt der Rathauschef. „Wir haben jetzt Sicherheit und sind aus der Diskussion raus.“ Die Anbindung an Bus und Bahn sei „enorm wichtig“, sie mache den ländlichen Raum attraktiver. Spogat hofft, dass die Zugverbindung von Einheimischen und Touristen angenommen und nicht etwa mangels Nachfrage vernachlässigt wird.

Bis Dezember 2017 soll die Fahrzeugflotte auf den neuen Stand gebracht werden. Die restlichen Hochflur-Dieseltriebwagen werden durch Niederflur-Wagen ersetzt. Das soll einen barrierefreien Zugang ermöglichen.

Quelle: HNA

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