Parlament beschließt nach hitziger Debatte einen Radweg für Welcherod

Kurze Strecke mit Zündstoff

Frielendorf. Sparen oder gestalten – unter diesem Titel stritten am Montagabend in Spieskappel die Frielendorfer Gemeindevertreter. Am Ende standen zwei Erkenntnisse. Zwar wurde mit den Stimmen der SPD der Weg frei für einen Radweg zwischen Welcherod und Frielendorf, aber nahezu historisch für Frielendorfer Verhältnisse erscheint in diesem Fall der Verbund der Nein-Sager: FWG- und CDU-Fraktion stimmten gemeinsam gegen das Vorhaben.

Den Spielball Dietrich Hahns (CDU), ob ein Radweg zwischen Welcherod und Frielendorf „wünschenswert oder notwendig“ sei, griff sogleich die FWG-Fraktion auf. Angesichts der angestrebten Haushaltskonsolidierung und des Schuldenberges der Gemeinde seien „Wünsche schlichtweg zu teuer“, sagte FWG-Sprecher Eckhard Schmid-Pfähler.

Diktat des Schutzschirmes

„Wir sollten nicht alles unter das Diktat des Schutzschirmes stellen“, warnte dagegen SPD-Sprecher Gerhard Pflug. Das unterstrich auch Bürgermeister Birger Fey: „Wir werden das geforderte Ziel der Haushaltskonsolidierung dennoch erreichen.“

Der Welcheröder SPD-Mann Norbert Berge stellte seine Werben für das Projekt unter den Aspekt der Verkehrssicherheit. Die Welcheröder seien auf eine gute Verkehrsanbindung an den Kernort angewiesen und die Straße sei angesichts der kurvenreichen Strecke und des Verkehrsaufkommens für Fußgänger und Radfahrer zu gefährlich.

Am Sendberg entlang

Mit dem Beschluss der Gemeindevertretung wird nun das Projekt Radweg auf den Weg gebracht. Die Strecke soll ab dem Baugebiet in Welcherod über einen Feldweg entlang des Waldrandes am Sendberg und schließlich über eine Kreuzung an der Landstraße zum Eichwiesenweg in Richtung Hauptstraße führen. Die Kosten werden auf 200 000 Euro geschätzt. Der Gemeindeanteil beträgt laut Bürgermeister Fey 45 000 Euro. Der Bau soll im kommenden Jahr erfolgen.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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