Kürzere Wege für Patienten

Hospital zum Heiligen Geist eröffnet Medizinisches Versorgungszentrum

Sonografisches Behandlungszimmer: Dr. Wolfgang Dausch steht neben einem Ultraschallgerät. Foto: Shuhaiber

Fritzlar. Wer früher von seinem Hausarzt zu einem Facharzt überwiesen wurde, musste häufig lange Wege auf sich nehmen und bis nach Kassel oder Marburg fahren. Das Fritzlarer Krankenhaus Hospital zum Heiligen Geist hat nun ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) innerhalb des Krankenhauses gegründet.

Gemeinsam mit der Niederlassung in Borken bietet das Krankenhaus ab sofort Chirurgie und Innere Medizin als ambulante Leistung an. "Wir wollen die medizinische Versorgung der Patienten in der Region verbessern“, sagte Dr. Wolfgang Dausch, Geschäftsführer und Ärztlicher Leiter am Hospital zum Heiligen Geist. Dafür wurden im MVZ sieben Behandlungsräume geschaffen. Zugleich sei das MVZ eine Investition, um sich als privates Krankenhaus gegen die großen Konzerne zu behaupten. Daher müsse die medizinische Versorgung attraktiv gestaltet werden.

Das Krankenhaus stelle sich somit den neuen Herausforderungen, bedingt durch den demografischen Wandel und den zunehmenden Ärztemangel.

Von der Gründung des MVZ profitieren sowohl das Krankenhaus als auch die Menschen in der Region. Durch die Verzahnung von ambulanten und stationären Behandlungen unter einem Dach, können Patienten medizinische Versorgung aus einer Hand beziehen. Für die Kassenpatienten bedeutet das konkret, dass sie sich auch ambulant im Krankenhaus untersuchen und versorgen lassen können. Bei schwierigen Befunden oder Komplikationen während einer Behandlung können die Patienten direkt stationär aufgenommen und von dem selben Arzt weiter behandelt werden.

Auch gesundheitspolitisch bietet das neue Modell Vorteile. So können beispielsweise kostspielige Doppeluntersuchungen vermieden werden. Zudem können sich die Ärzte, die unter dem Dach der Klinik-GmbH angesiedelt sind, voll auf ihre medizinischen Aufgaben konzentrieren, statt sich mit Verwaltung und Organisation zu beschäftigen wie ihre niedergelassenen Kollegen. (alh)

Quelle: HNA

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