Eine Reise der Gegensätze: Jelena Nink unterwegs in Kanada und Florida

Kurztrip der Superlative

Sommer, Sonne, Strand : Jelena Nink mit ihren Freunden am Strand in Florida. Rechts: Die Nordhessin auf Tuchfühlung mit einem Jungtier auf einer Alligator-Farm. Fotos: nh

Westfield/Elbenberg. Schon seit Wochen war ich ziemlich aufgeregt und konnte den Sommer kaum erwarten. Die Ursache meiner Freude war eindeutig, denn im Juni waren zwei Wochenendreisen geplant. Sofort am 1. Juni packte ich meine Koffer.

Falls Ihr, liebe Leser, Euch daran erinnern könnt, war zum Collegekursabschluss eine Reise zu den Niagara Fällen in Kanada vorgesehen. Neun Stunden Busfahrt später wurde der offizielle Stempel in meinem Reisepass eingetragen und ich war in Kanada.

Das Besondere an Freitagen in „Niagara Falls“ ist, dass abends die Wasserfälle bunt beleuchtet werden und ein unglaublich schönes Feuerwerk dort stattfindet. Wir waren alle ergriffen von dem Schauspiel. Am nächsten Tag fuhren wir mit der „Maid of the Mist“ ganz nah an die Niagara Fälle heran – eine ziemlich nasse Angelegenheit. Es ist beeindruckend und zugleich Wahnsinn, was die Natur Unglaubliches zu bieten hat.

Die zweite Reise führte mich in den Süden der USA. Drei Tage Miami Beach: heißes Wetter, tiefblaues Meer, strahlendweißer Sand. Mit zwei Freundinnen genoss ich ein superschönes Wochenende weit ab von Kindergeschrei. An unserem langen Tag mieteten wir einen knallroten Ford Mustang Cabrio und brausten an der Küste Floridas entlang in Richtung Everglades. Dort besuchten wir die Alligator-Farm, nahmen an einer Luftkissenbootstour teil und waren echten Alligatoren so nah wie nie.

Nachmittags verschlug uns unsere Laune weiter gen Süden nach Key Largo, wo wir einen Schnorcheltrip buchten. Zwischen Villen und Palmen fuhren wir auf einem Katamaran hinaus aufs Meer. Es war ein tolles Erlebnis, die bunte Vielfalt an Fischen, Muscheln und Rochen des Atlantiks zu bestaunen. Im Sonnenuntergang segelten wir schließlich zurück an Land.

An unserem letzten Tag in Miami entspannten wir dann noch einmal am berühmten South Beach, bevor es wieder zurück nach New Jersey ging. Dort ist zwischenzeitlich der Sommer ausgebrochen. Tägliche 30 Grad sind Normaltemperatur, doch oft haben wir eine schwüle Hitze von 40 Grad im Schatten. Meine Gastkinder haben momentan Sommerferien und besuchen ein Tagescamp – das ist wie Ferienspiele in Deutschland, nur gigantischer und kann locker 8000 US-Dollar und mehr pro Kopf kosten. Jedenfalls habe ich nun vormittags eine Pause, die ich am Pool verbringe.

Die Fußball EM 2012 ist übrigens auch an uns Au-Pairs nicht vorbeigegangen. Alle Spiele der deutschen Elf wurden live im amerikanischen Fernsehen übertragen. Wann immer es die Arbeit zuließ, saß ich mit Popcorn und Oreo-Eiscreme im Wohnzimmer und habe mitgefiebert. An den Wochenendspielen haben wir ein großes BBQ gemacht – das fühlte sich nach Heimat an. Ein schönes Gefühl!

Von Jelena Nink

Quelle: HNA

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